Grillen am Weltvegetariertag

Am 1. Oktober war Weltvegetariertag. Grillen und vegetarisch – passt das denn überhaupt zusammen? Oder haben die rund 8 Millionen Vegetarier, die es in Deutschland gibt, am Grill nichts verloren? Meinungsverschiedenheiten über die richtige Ernährung sind vorprogrammiert. Stehen beide Parteien am gleichen Grill und teilen die zur Verfügung stehende Grillfläche untereinander auf, kommt es fast zwangsweise zu Diskussionen. „Vegetarisch zu grillen ist gesund und besser für Klima und Umwelt“, sagen die Einen. „Fleisch schmeckt aber viel besser als Gemüse und ist für den menschlichen Organismus unverzichtbar“, sagen die Anderen und beschränken ihren „Vegetarismus“ auf ein Scheibchen gegrillte Zucchini, das sie der Vollständigkeit halber zu ihrem Steak auf den Teller legen. Fest steht:

Vegetarisch grillen ist aufwändig

Ein Allesesser hat es einfacher als der Vegetarier. Kann dieser sein Fleisch schon mariniert beim Metzger oder in der Kühltheke des Discounters kaufen, muss der Andere sein vegetarisches Grillgut in der Regel erst zubereiten. Gemüse schneiden, aufspießen, marinieren, mit Kräutern, Butter oder Frischkäse füllen usw. Zucchinis sind gegrillt beispielsweise sehr lecker, wenn sie zuvor in dünnen Scheiben geschnitten und in einer Marinade aus Olivenöl und Gewürzen eingelegt wurden. Grillgemüse vorbereiten kann aufwändig sein, aber auch viel Spaß machen, wenn man die richtige Gesellschaft an seiner Seite und das richtige Werkzeug zur Hand hat. Wer noch auf der Suche nach erstklassigen Küchen- und Grillhelfern ist, wird auf Casserole.de bestimmt fündig – zum Gemüseschneiden ist beispielsweise bei diesem hochwertigen Messerblock von Zwilling garantiert das passende Messer dabei. Für etwas bequemere Vegetarier empfiehlt es sich übrigens Auberginen zu grillen. Diese kann man im Ganzen auf den Grill legen bis die Außenseite schwarz wird und die Aubergine zusammenfällt. Dann ist das Innere herrlich zart und mit etwas Salz und Olivenöl extrem lecker.

Die Vielseitigkeit des fleischlosen Grillens

Vegetarisch zu grillen macht aber nicht nur Arbeit, sondern kann auch eine kulinarische Abwechslung sein. Und beim Nachtisch kommen Fleischesser und Vegetarier dann schließlich wieder zusammen, denn dabei sind sich beide Parteien einig – Fleischloses kommt auf den Grill. Hier zwei Entdeckungen des Weltvegetariertags: Schokocreme-Banane und geröstete Moronen in einer Butter-Zucker-Glasur. Für die Bananen Alufolie zu Schiffchen formen und darin die der Länge nach geteilten und mit Schokocreme bestrichenen Bananen grillen. Für die Maronen benötigt man eine Pfanne, am besten eine Eisenpfanne, in der man die zuvor glasierten Maronen einige Minuten lang über der Glut schwenkt. Vielleicht können sich Fleischesser und Vegetarier so über den Nachtisch ein wenig annähern.

BBQ Brothers: Lammfilet und Frango Piri Piri

Für diese beiden Rezepte haben sich die BBQ Brothers Verstärkung geholt: Markus vom Hanseatischen BBQ-Club und Deutscher Grillmeister der Amatuere 2009 räuchert Lammfilet und ein Spezialisten für Frango Piri Piri vom Restaurant Porto in Lübeck grillt das scharfes Hähnchen.

Lammfilet aus dem Smoker

Die Lammfilets von der Silberhaut befreien – Fett kann gern als Geschmacksträger dran bleiben. Anschließend das Fleisch in einer Marinade aus folgenden Zutaten eine Stunde lang einlegen: Oregano, Cayennepfeffer, Senf, Thymian, Rosmarin, Zitrone, Erdnussöl und Worcester Sauce. Die Kräuter immer anhacken, damit die ätherischen Öle freigesetzt werden. Das Fleisch braucht im Smoker bei 130°C etwa 45 Minuten. Das Video dazu gibt es hier.

Piri Piri Hähnchen

Frango Piri Piri kommt im Ganzen auf den Grill, dazu einfach ein Hähnchen an der Brust aufschneiden, platt drücken und mit einer Gewürzmischung aus Knoblauch, Meersalz, Lorbeer und Zitronensaft einreiben. Zunächst 10 Minuten bei geöffnetem Deckel indirekt Grillen, man darf sich später auch in die direkte Hitze vorwagen. Damit die portugiesische Spezialität ihrem Namen Ehre macht, wird das Hähnchen am Ende der Garzeit mit einer Piri Piri Sauce aus getrockneten Chilischoten und Öl eingepinselt. Achtung: scharf! Das Video dazu gibt es hier.

Grillrezepte finden

Wer im Internet nach Grillrezepten sucht, findet eine Menge guter Ideen. Auf großen Rezeptseiten, wie Chefkoch.de, gibt es eine eigene Kategorie für’s Grillen mit über 2.000 Rezepten. Es gibt aber auch spezielle Portale, die sich aussschließlich mit Grillrezepten beschäftigen, wie beispielsweise Grillrezepte.eu.

Der Vorteil dieser Rezepte aus dem Internet ist die große Vielfalt und die Möglichkeit, diese kostenlos abzurufen. Nachteilig ist, dass die Rezepte in der Regel nicht von Köchen geschreiben wurden, wie es bei Rezeptbüchern häufig der Fall ist, sondern von Jedermann. So kann sich auch einmal ein Fehler in das Rezept einschleichen, wodurch das nachgekochte Menü im schlimmsten Fall ungenießbar wird.

Rezeptbücher bieten einen weiteren Vorteil gegenüber den Rezepten aus dem Internet: Einige von ihnen sind auf einen bestimmten Typ von Grill zugeschnitten. Beispielsweise gibt es die „Weber’s Grillbibel“, welche nur vom Grillen auf den Kugelgrill von Weber handelt. So können Rezepte exakter beschrieben werden, beispielsweise mit Angabe der Temperatur. Dafür kosten diese Bücher auch ein paar Euro.

Egal ob man nun Rezepte aus dem Internet oder aus einem Rezeptbuch nachkocht, man kann immer seine eigenen Ideen mit einbringen und so ein ganz individuelles Menü gestalten. Wer selbst etwas wagt und zum Beispiel eigens erdachte Marinaden ausprobiert, kann seine Rezepte auch selbst online stellen, um andere an seinen Grilltipps teilhaben zu lassen.

Erdbeer-Marshmallow-Spieße von Andreas Rummel

60 Sky-Märkte im Norden hat Grill-Experte Andreas Rummel auf seiner Grill-Tour 2012 besucht. Das konnten auch wir vom Grill Blog uns natürlich nicht entgehen lassen  – leider konnte er selbst bei unserer Station krankheitsbedingt nicht vor Ort sein. Sein Team hat ihn aber kulinarisch auf höchstem Niveau vertreten und es gab allerhand zu probieren. Interessant waren vor allem mit Hackfleisch gefüllte Zwiebelblätter, die beim Grillen ein tolles süßliches Aroma bekommen.

Das Highlight aber war ein Dessert, das kinderleicht nachzumachen ist und bestimmt so noch keiner gegessen hat: Erdbeer-Marshmallow-Spieße vom Grill. Die Basis ist nicht weiter spektakulär, einfach auf einen Holzspieß eine halbierte Erdbeere zum stabilisieren und oben drauf ein Marshmallow platzieren. Dann in einer Aluschale ab auf den Grill, am besten mit Deckel. Bereits nach wenigen Minuten wird der Zuckerschaum weich, dann sind die Spieße auch schon fertig. Vor dem Servieren kommt das Highlight: Das Ganze mit ein wenig Brausepulver bestreuen. Dann mit einem Bissen in den Mund – ein im wahrsten Sinne des Wortes prickelndes Geschmackserlebnis!

Im Originalrezept von Andreas Rummel wird der Spieß zusätzlich noch mit Minzzucker bestreut – schmeckt aber auch ohne außergewöhnlich und gut.

Popcorn vom Grill

Wenn der Grill eh schon einmal an ist, warum nicht einmal Popcorn vom Grill zubereiten? Dazu gibt es spezielle Popcorn-Pfannen, z.B. von Barbecook. Die Zubereitung läuft genau wie auf dem Herd: Öl und Mais in die Pfanne und ab auf bzw. über den Grill. Die Hitze sollte etwa 200°C betragen, also nicht erst mit dem Popcorn anfangen, wenn die Glut bereits durchgeglüht ist. Wenn der Mais anfängt zu poppen, den Behälter ab und zu bewegen. Ist das Popcorn fertig, einfach noch je nach Geschmack salzen oder zuckern.

Das beste: Man braucht dazu keinen besonderen Grill, die Popcorn-Pfanne funktioniert sogar über einer Feuerstelle oder einem Feuerkorb.

Pizza vom Grill

Ein schönes Steak auf dem Grill, dazu ein frischer Salat und ein kühles Bier, so lässt sich der Feierabend genießen. Wer die Grillsaison jedoch bereits seit einiger Zeit zelebriert, der verspürt möglicherweise irgendwann den Wunsch nach ein wenig Abwechslung zu Steak und Bratwurst vom Grill. Wieso nicht einmal eine der liebsten Gerichte vieler Deutscher direkt auf dem Grill zubereiten und dabei ein wenig mediterranes Flair versprühen? Pizza vom Grill – geht nicht? Geht doch – und zwar leichter, als man zunächst denken mag.

Geht nicht – geht doch! Und zwar einfacher, als gedacht…

Pizza vom Grill, das hört sich zunächst sonderbar an. Dabei bietet es sich durchaus an, die Teigspezialität auf diese Art und Weise zuzubereiten. In einem Pizzaofen wird diese schließlich auch auf Holzkohle zubereitet und überwiegend von unten erhitzt. Beim Grillen von Pizza ist es daher zunächst wichtig, dass die Kohle ausreichend und durchgängig heiß ist. Man benötigt keinen speziellen Pizza Grill – es kommt nur darauf an, dass die Hitze nicht nach oben hin entweicht. Der Grill muss also unbedingt über einen Deckel verfügen. Nun nimmt man ein Stück Pizzateig, legt es wenige Minuten auf den Grill und wendet es anschließend.

Im Handumdrehen fertig

Ist der Teig nach wenigen Minuten gut durch und knusprig, kann man ihn ganz nach Wunsch belegen. Gemüse, Thunfisch, Salami, was auch immer gewünscht ist, kann verwendet werden. Nun den Deckel erneut wenige Minuten zuklappen und die Pizza vom Grill ist fertig und kann serviert werden. Aufgrund der vielfältigen Möglichkeiten, die Köstlichkeit zu belegen, wird es garantiert nie langweilig.

Gyros und Burger mit den BBQ-Brothers

Es gibt Neues von BQQ-Brothers: Burger und Gyros vom Grill.

Hamburger mit Käse und Australischer Burger

Die Burgerpattys werden natürlich selbst aus Rinderhack in der Burgerpresse geformt – etwa 125 g pro Stück. Dann kommen sie bei großer Hitze  etwa 2,5 – 3 Minuten pro Seite auf den Grill. Kurz vor Ende der Garzeit die Burgerbrötchen anrösten und die Pattys je nach Geschmack mit Käse belegen, z.B. mit Cheddar oder Appenzeller. Den fertigen Burger im Brötchen jetzt noch mit roten Zwiebeln, Tomaten und Soße belegen – fertig. Wer es etwas ausgefallener mag, kann die Zwiebeln noch mit Butter, Honig und Rotwein karamellisieren lassen. Wie genau das alles funktioniert, erfährt man wie immer in einem Video.

Selbstgemachtes Gyros vom Grill

Für das Gyros benötigt man einen Grill mit drehbarem Spieß, damit das Fleisch von allen Seiten schon knusprig wird. Selbst mariniertes und dünn geschnittenes Schweinenackensteak wird scheibenweise aufgespießt und im Grill befestigt. Heruntertropfende Marinade wird in einer mit Flüssigkeit gefüllten Aluschale aufgefangen – die BBQ Brothers verwenden Bier für einen noch besseren Geschmack. Gegrillt wird das Fleisch etwa 1,5 Stunden bei 200 °C und serviert am besten einfach mit Tzaziki. Auch für das selbstgemachte Gyros gibt es natürlich eine Videoanleitung.

Muffin Pan Chicken vom Texaner

Der „Texaner“ meldet sich zur Grillsaison 2012 mit seinem Black Forest BBQ TV zurück aus dem Schwarzwald und stellt ein interessantes Rezept vor: Hähnchenschenkel aus der Muffin-Form. Das Gericht ist in der amerikanischen BBQ-Szene noch recht neu, entwickelt speziell für Grillwettbewerbe.

Dementsprechend aufwändig ist auch die Zubereitung, da die Knochen vorab komplett aus den Hänchenschenkeln entfernt werden müssen. Die Zubereitung selbst ist dann aber nicht weiter kompliziert: Mit Dry Rub würzen und im Butterbad mit der Hautseite nach oben in der Muffinform garen. Low and slow – typisch für BBQ eben. Anschließend werden die „Muffins“ noch einmal kurz direkt und anschließend indirekt auf dem Rost gegrillt und mit einer BBQ Glasur bepinselt.

Das besondere an diesem Gericht: Die Hähnchenschenkel behalten ihre runde Form – ein echter Hingucker auf dem Teller also.

Trocken würzen mit Dry Rubs

Echte Grillfans würzen ihr Grillgut selbst, in der Regel mit einer flüssigen, meist öligen Marinade. Leider tropft diese beim direkten Grillen häufig in die Glut und es entsteht ungesunder Fettbrand. Wer dem vorbeugen will, sollte es einmal mit einer Trockenwürze, dem sogenannten Dry Rub, versuchen. Klassicherweise werden Dry Rubs bei Spare Ribs eingesetzt, aber auch jedes andere Grillfleisch lässt sich trocken würzen.

Dry Rubs selbst herstellen

Grundzutaten eines jeden Dry Rubs sind Salz und Zucker sowie Gewürze. Als Faustregel gilt: 1/3 Salz, etwas weniger als 1/3 Zucker und etwas mehr als 1/3 Gewürze. Bei der Gewürzmischung kann man seiner Kreativität freien lauf lassen – die Zutaten sollten aber in Pulverform bzw. getrocknet verwendet werden. Klassische Bestandteile sind Paprikapulver, Chilipulver, Cayennepfeffer oder Kreuzkümmel. Das Dry Rub am besten zweimal auf das Fleisch auftragen und leicht einmassieren, mit Frischhaltefolie umwickeln und mindestens 24 Stunden einwirken lassen.

Ein weiterer Vorteil des Dry Rubs: Die Gewürzmischung bildet an der Oberfläche des Grillfleisches eine knusprige Kruste. Außerdem verdirbt sie nicht so schnell wie eine Marinade und kann so gut in größeren Mengen hergestellt und aufbewahrt werden.

Brining: Weichmacher für das Grillfleisch

Wie verhindert man, dass das Fleisch auf dem Grill trocken wird? Mit Brining – dem Einlegen des Grillfleisches in einer Mischung aus Wasser, Salz und Zucker. Dabei bedient man sich dem Prinzip der Permeation und  Osmose, bei denen ein Konzentrationsausgleich in Richtung der höheren Konzentration zur niedrigeren stattfindet. Also dringen Wasser, Salz und Zucker in das Fleisch ein, der größere Flüssigkeitsanteil sorgt dann später für die Saftigkeit des Fleisches, die Gewürze für mehr Geschmack. Aber warum tritt die Flüssigkeit auf dem Grill nicht wieder aus? Beim Brining reagieren Proteine im Inneren des Fleisches miteinander und bilden ein wasserundurchlässiges Gitter.

Wasser, Salz und Zucker – auf das richtige Verhältnis kommt es an

Als Faustregel gilt: Pro Kilogramm Fleisch benötigt man zwei Liter Wasser und je 500 g Salz und Zucker und sollte mit zwei Stunden Brining-Zeit im Kühlschrank rechnen. Wenn man das Fleisch über längere Zeit (24 h) einlegen möchte, genügt eine geringe Menge Salz. Neben Wasser können je nach Rezept auch andere Flüssigkeiten verwendet werden, beispelsweise Fruchtsaft, Bier, Wein oder sogar Cola. Der Zucker kann auch teilweise oder ganz durch Honig ersetzt werden und je nach Geschmack kann man weitere Gewürze hinzufügen. Entscheidender Unterschied zur Marinade ist die Flüssigkeitsmenge.