Grillen auf Holzplanken

Viele Griller kennen wohl das Problem, dass Fisch auf dem Grill auseinander fällt oder auf dem Rost kleben bleibt. Beim Grillen von Lachs tauchen solche Schwierigkeiten nicht auf, da sein Fleisch relativ fest ist. Einem Artikel der Märkischen Allgemeine zufolge kommt Lachs am besten als Kotelett oder in aufgespießten Stücken auf den Grill. Alternativ dazu kann Fisch auch auf Zedernholzbrettern über dem Feuer gegart werden. Diese Methode wird vor allem in Kanada und in den USA angewandt und nennt sich dort „cedar planked salmon“.

Gewürze und Marinaden sind bei dieser Grillart nicht nötig, da der Fisch nach und nach das Aroma der Zedernplanken annimmt. Damit der Lachs auf diese Weise aromatisiert wird, müssen die Holzplanken einige Stunden lang gewässert werden. So verbrennen sie beim Grillen nicht und ihr Duft wird durch den Wasserdampf, den sie beim Grillen entlassen, vom Fisch aufgenommen. Auf der Internetseite von Pepperworld wird ausführlich und anschaulich erklärt wie man grillt „wie die Indianer“. Außerdem findet man auf diesen Seiten auch tolle Planken-Grillrezepte.

Grill anzünden auf Chilenisch

In ihrem Buch Ein Mann – Ein Buch erklären Eduard Augustin, Philipp von Keisenberg und Christian Zaschke alles was Männer heutzutage als richtige Kerle wissen müssen. In zehn Kapiteln erfährt der Leser wie er die Hausbar bestückt, ein Baum fällt, ein Duell kämpft, ein Kind gezeugt, Haarausfall bekämpft und einen Grill auf die chilenische Methode anzündet. Dafür braucht man nur etwas Altpapier und eine Bier- oder Weinflasche. Die Flasche wird in die Mitte auf den Boden des Grills gestellt. Dann wird ein Bogen Zeitungspapier aufgerollt, um die Flasche gelegt und Richtung Flaschenboden geschoben. Sechs bis acht weitere Zeitungsbögen werden ebenso aufgerollt und um die Flasche gelegt.

grill anzünden

Nun wird Holzkohle oder Briketts so um den Flaschenturm geschichtet, dass eine Pyramide entsteht. Um den Kamin anzuzünden kann man nun einfach ein brennendes Streichholz oder ein Papierknäuel in den Schacht werfen. Die Kohle ist dann in wenigen Minuten grillfertig.

Tipps zum Grillen bei kaltem Wetter

Von sommerlichen Temperaturen ist in Deutschland in den letzten Tagen nicht viel zu spüren gewesen, was so manch einem die gute Laune verdorben hat. Besonders diejenigen, die sich auf eine tolle – das heißt warme – Grillsaison gefreut haben, sind jetzt enttäuscht. Das gesellige Beisammensein mit Freunden beim Grillen und Essen im Freien ist bei regnerischem und kühlem Wetter einfach nicht dasselbe. Entmutigen lassen sollte man sich dennoch nicht. In seiner Barbecue-Bible gibt Steven Raichlen Tipps zum Grillen bei kaltem Wetter (S.18). „Als ich klein war“, schreibt er, „räumten die Menschen, die in Regionen mit häufigem, starken Schneefall lebten, ihre Grills vom Labor Day bis zum Memorial Day weg. Heute grillen immer mehr Menschen das ganze Jahr lang. Wie wir in Grillkreisen sagen: Das unterscheidet den Mann vom kleinen Jungen.“ Zu Schneefall ist es in den letzten Tagen zwar glücklicherweise noch nicht gekommen, aber einige der Maßnahmen, die Steven Raichlen für das Grillen bei kalten Temperaturen vorschlägt, helfen auch beim derzeitig kühlen und regnerischen Wetter.

Zuallererst sollte man natürlich kein allzu kompliziertes Menü aussuchen und sich für ein Grillgut entscheiden, das schnell über direkter Hitze gegrillt werden kann, wie Steaks, Koteletts, Hühnerbrust, Frikadellen und ähnliches.

Um den Hitzeverlust zu minimieren sollte man zum einen so oft es geht den Grill mit einem Deckel verschließen. Zum anderen sollte ein Grill mit angebrachtem Thermometer verwendet werden, da man bei diesem den Deckel nicht abnehmen muss, um seine Innentemperatur zu kontrollieren.

Ein weiterer wichtiger Hinweis von Steven Raichlen: Der Outdoor-Grill sollte an einem windgeschützten, aber gut gelüfteten Platz gestellt werden, nie jedoch an eine überdachte Stelle (z.B. Garagen, Anbauten oder überdachte Garagen).

Tipps fürs Grüne Grillen

Die meisten Gemüsesorten vertragen große Hitze und eignen sich zum direkten Grillen. So können Auberginen, grüne Bohnen, Mais, Pilzhüte, Paprikaschoten, Spargel, Tomaten, Zuccini und Zwiebeln bei starker Hitze direkt gegrillt werden. Die Garzeit variiert zwischen 2 bis 4 Minuten für Tomatenscheiben und 20 bis 30 Minuten für ganze Auberginen. Wurzelgemüse wie Kartoffeln und Rüben wird am besten indirekt gegrillt oder vorgekocht und anschließend über dem Feuer fertig gegart.

Um das Gemüse zu wenden und zu platzieren braucht man eine griffige Grillzange. Wer verhindern möchte, dass das Gemüse in die Glut fällt, kann einen engmaschigen Gemüsegrillrost oder eine perforierte Aluschale verwenden. Grill-Papst Steven Raichlen rät dazu kleine, schmale Gemüsesorten wie grüne Bohnen oder Spargelstangen quer auf Zahnstocher aufzuspießen und diese dann zu  größeren Spießen zusammen zu stellen.

Tipps zum Wildbret grillen

In einem Interview der heutigen Ausgabe der Main Rheiner Zeitung erklärt Forstamtschef Gunnar Wolf worauf es beim Grillen von Wildbret ankommt. Wildbret darf aufgrund seines geringen Eigenfettgehaltes nicht zu lange gegrillt werden, sonst wird das Fleisch trocken. Gunnar Wolf empfiehlt das Fleisch vorher in eine Marinade zu legen, wie man es auch bei Schweinesteaks macht. Außerdem sollte man darauf achten, dass die Scheiben nicht zu dick seien. Etwa 1,5 bis 2 cm dicke Scheiben oder Stücke sollten medium gebraten werden, und zwar unter häufigem Wenden und höchstens eine Minute pro Seite.