18 Nov 09
Gesundheitsfördernde Gasgrills
von Nathalie
Gasgrillen ist gesundheits- und umweltfreundlich, denn es entstehen keine direkten Flammen und nur wenig Rauch. In den USA ist man von den Vorzügen der Gasgrills schon lange überzeugt: Dort grillen einer Weber-Studie zufolge 56% aller Ganzjahresgriller mit einem Gasgrill.
Die Vorteile von Gasgrills lassen sich sogar für die Heilung von Pyromanen nutzen: einer Anekdote zufolge bekamen Pyromanen in einem Experiment in einer Anstalt einmal die Woche Gasgrills zur Verfügung gestellt. An diesem Tag der Woche waren sie für die Versorgung aller Insassen sowie des Pflegepersonals zuständig. Die ehemaligen Brandstifter genossen dies sichtlich und integrierten sich durch ihre Arbeit zunehmend in die Gemeinschaft.
Man musste ihnen aber noch abgewöhnen, das Grillgut nicht ständig anbrennen zu lassen. Wobei letzteres ein altbekanntes Problem ist, das nicht nur unter Pyromanen, sondern unter vielen Hobbygrillern verbreitet ist.
30 Aug 09
Grillen nach Gesetz
von Nathalie
Humorvoll hat die Frankfurter Rundschau die vergangenen Debatten über die Risiken beim Grillen in einem imaginären Grillgesetz verarbeitet. Hier ein Auszug:
Artikel I: Grillen verpflichtet. (1) Der Grill ist nach bestem Wissen und Gewissen auszuwählen… (2) Nachhaltiges Braten ist mit Einweggrills unvereinbar, letztere werden bei Strafe verboten. (…)
Artikel II: Körperliche Unversehrtheit am Grill (1) Jeder hat das Recht auf Leben. Wenn also krankmachendes Fleisch mit krankmachenden Soßen verzehrt wird, darf wenigstens die Zubereitung nicht krank machen. (…)
Artikel III: Schutz von Passivgrillern in der Öffentlichkeit (1) Jeder hat das Recht auf die freie Ausbreitung seines Grillguts, soweit er nicht die Lungen anderer beschädigt. (2) Der Rauchaufstieg findet seine Grenzen, wenn polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) entstehen.
Artikel IV: Waffenmissbrauch(1) Alle Griller haben das Recht, sich ohne Anmeldung friedlich und ohne Waffen am Grill zu versammeln. (2) Die Nutzung flüssiger Grillanzünder wie Spiritus ist deshalb verboten.(…)
Artikel VI: Verweigerung aus Gewissensgründen
(1) Männer können vom vollendeten 18. Lebensjahr an nicht mehr am Grillen gehindert werden.(2) Wer aus Gewissensgründen gegenüber Bauxit-Arbeitern oder Regenwald den Wendedienst an der Wurst verweigert, kann Ersatzdienst mit Tupperware oder tropenholzfreier Kohle leisten.(…)
27 Jul 09
(Wahl-)Kampf gegen ungesundes Grillen
von Nathalie
In einem Interview mit der taz warnt SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach vor falschem Fleisch und minderwertiger Marinade.„Am schlimmsten ist mariniertes Billigfleisch von der Tanke, wo schlechte Fette schlechtes Fleisch kaschieren sollen.“ Seine drei wichtigsten Grill-Regeln lauten:
- Kein Billigfleisch
- Fisch statt Wurst
- Salzlose Marinade mit Olivenöl benutzen (als Schutz gegen krebserregenden Russ)
Mit diesen und weiteren Ratschlägen sucht Lauterbach potentielle Wähler auf Grillfesten auf und will sogar bald mit Gesundheitsminister Gabriel einen umweltfreundlichen Solargrill vorstellen.
26 Jul 09
Die Grill-Diät
von Nathalie
Im Sommer ist oft nicht nur grillen angesagt. Viele möchten auch ein paar Pfund verlieren, um im Bikini oder in der Badehose eine gute Figur zu machen. Grillen und dabei abnehmen – das klingt auf den ersten Blick wie Wunschdenken. Ist es aber nicht. Diät-Papst Dr. Detlef Pape, bekannt für seine „Schlank im Schlaf“ Bücher, hat jetzt die Grill-Diät entwickelt. Im Grunde genommen handelt es sich um die gleiche Ernährungsmethode wie bei der Schlank-im-Schlaf-Diät, nämlich um die Insulin Trennkost. Morgens wird ein kohlenhydrathaltiges Frühstück gegessen, mittags Mischkost und abends vermeidet man Kohlenhydrate und isst stattdessen Fisch, Fleisch und Gemüse. Es muss also auf kein Nahrungsmittel komplett verzichtet werden, es muss nur zur richtigen Tageszeit gegessen werden. Und abends ist zum Grillgut sogar ein Gläschen Wein oder ein Bier erlaubt, bloß Baguette, Kartoffel und Nudelsalat müssen weg gelassen werden.
Dr. Detlef Papes Vision für die Grillzeit im Sommer 2009: „Wenn 20 Millionen übergewichtige deutsche Männer vier, fünf Monate lang abends nur Gegrilltes essen, mit etwas Salat und Gemüse, dann wären 20 bis 30 Millionen Kilo Fett weg.“ Im Sat 1 Frühstücksfernsehen wird die Grill-Diät in einem Video ausführlich erklärt.
15 Jul 09
Krebsrisiko durch fettiges Grillen
von Nathalie
Wenn Fetttropfen von einem Stück Fleisch durch den Rost in die Glut fallen, erklingt ein Zischen, das Krebsforschern Sorgen bereitet. Wie in einem Artikel der Süddeutschen Zeitung vom 11. Juli erklärt wird, sind in diesen Fetttropfen krebserregende Moleküle enthalten, die durch den Verzehr des Grillfleisches in hoher Dosis aufgenommen werden.
Es handelt sich u.a. um polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK). Diese Stoffe sind in fast allen Lebensmitteln unserer täglichen Ernährung enthalten, jedoch nur in sehr geringen Mengen. So nehmen wir einer europaweiten Studie zufolge im Durchschnitt täglich 67 Nanogramm von dem PAK Benzpyren durch Getreideprodukte wie Brot oder Müsli auf. Über Gemüse und Nüsse sind es 52 Nanogramm pro Tag und über Fleisch 42 Nanogramm. Ein stark angebranntes Fleischstück enthält hingegen bis zu 14 000 Nanogramm PAK Benzpyren.
Außerdem kommt es beim Grillen zur Maillard Reaktion, bei der freie Aminosäuren mit Zuckern reagieren. Diese Bräunungsreaktion verleiht dem Grillfleisch sein typisches Aroma. Gleichzeitig erzeugt sie jedoch Acrylamid und andere krebserregende Stoffe in gesundheitsgefährdenden Mengen. Die Maillard Reaktion erfolgt sobald eine Temperatur von 150 Grad Celsius überschritten wird. Die Temperatur eines typischen Grillfeuers beträgt aber 160 bis 300 Grad Celsius. Folglich setzen sich Grillliebhaber einem hohen Gesundheitsrisiko aus, wenn sie beim Grillen nicht bestimmte Grundregeln beachten (siehe dazu: Krebrisiko aus Grill und Pfanne).
Um die Temperatur niedrig zu halten, sollte zum einen darauf geachtet werden, dass der Abstand vom Rost zur Glut so groß wie möglich ist. Qualitativ hochwertige Grills, wie z.B. Gasgrills mit Gasregler und Thermometer, sind zu empfehlen, da man bei diesen die Temperatur gut einstellen und kontrollieren kann. Wer bei niedriger Temperatur grillen möchte, kann auch einen Deckel über das Grillgut legen.
Außerdem sollten einige Grill-Gewohnheiten völlig aufgegeben werden. So erzeugt Bier, das als Würzmittel auf das Grillfleisch gegossen wird, ebenfalls PAK in großen Mengen. Dies gilt auch für Marinaden und fettige Saucen. Je fetter das Grillfleisch, umso höher die Wahrscheinlichkeit, dass Fett in die Glut tropft. Um dies zu vermeiden, kann man Alufolie oder Alu-Grillschalen unter das Fleisch legen. Falls das Fleisch trotz aller Vorsichtsmaßnahmen stark angebrannt ist, kann man die angebrannten Fleischränder abkratzen.
10 Jul 09
Grillfleisch-Tester warnen…
von Dirk
Grillfleisch-Tester warnen vor fertig marinierten und gewürzten Fleischprodukten und geben wertvolle Tipps für ein ungetrübtes Grillvergnügen
Die Ergebnisse des Grillfleisch-Tests der Arbeiterkammer Oberösterreich zeigen, dass Supermarkt-Grillfleisch oft nicht nur ungenießbar, sondern auch gesundheitsschädigend ist.
Statt sich beim Supermarkt mit Grillfleischvorräten einzudecken, sollte man Fleisch lieber frisch und ungewürzt an der Theke beim Fleischhauer kaufen. Fertig mariniertes Fleisch ist u.a. deswegen nicht ratsam, da stark aromatisierte Gewürze wie Paprikapulver den Eigengeruch des Fleisches überdecken. Der wiederum ist ein wichtiges Indiz für die Frische des Fleisches. In dem Artikel des Kuriers finden sich noch weitere wertvolle Tipps zur Marinade, zum Kühlen des Fleisches sowie zum Grillzubehör.
13 Jun 09
“Kampfgriller altern schneller”
von Dirk
Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach, sonst eher für Fachbeiträge zu den Themen Gesundheitssystem, Rente & Co. zu haben, äußert sich auf Spiegel Online zu den Gesundheitsgefahren von falschem Grillen. Er gibt auch Tipps, wie man die Gesundheitsgefahren meiden kann.
Seine Anregung Fleisch vorzukochen oder in der Mikrowellen vorzugaren, um die Garzeit zu verkürzen, zeugt allerdings von wenig ausgeprägtem grillkulinarischem Sachverstand. Durch indirektes Grillen mit kontrollierter Temperatur lassen sich die wesentlichen Gesundheitsrisiken meiden. Dies gelingt mit hochwertigen Grillgeräten, die über einen Deckel verfügen und die eine gute Regulierung der Temperatur ermöglichen, z.B. Gasgrills. Zusätzlich sollte es möglich sein, dass das Grillgut nicht direkt über der Heizquelle platziert werden kann.
Weitere Tipps zu Thema “Gesundes Grillen” gibt es hier im Blog.
4 Jun 09
Expertentipps für gesundes Grillen
von Lars
Das Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz gibt in einer Pressemitteilung Hinweise und Regeln zur Lebensmittelhygiene in der Grillsaison. Besonders Durchfallerreger wie Salmonellen oder Campylobacter gefährden die Gesundheit von Grillfans. Mit einfachen Mitteln lässt sich dem vorbeugen:
- Fleisch immer durchbraten, um Erreger vollständig abzutöten
- Lebensmittel mit Mayonnaise, Sahne oder Eiern entsprechend kühlen
- Die Kühlkette auch bei Autofahrten keinesfalls unterbrechen
- Zubereitete Speisen am besten noch am gleichen Tag verzehren
- Nicht von Tellern essen, auf denen vorher rohes Fleisch gelegen hat
- Hände waschen, Messer und Schneidbretter mit heißem Wasser reinigen
27 Mai 09
Krebsrisiko aus Grill und Pfanne
von Dirk
Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) hat im April die Ergebnisse einer breit angelegten Studie veröffentlicht, die sich mit den Ernährungsgewohnheiten der Teilnehmer beschäftigt. Hierbei wurde insbesondere Bezug auf die Vorliebe zu scharf Gebratenem oder Gegrilltem genommen.
Ob auf dem Grill oder in der Pfanne: Werden Fleisch, Fleischprodukte oder Fisch starker Hitze ausgesetzt, löst dies eine Vielzahl chemischer Reaktionen aus. Dabei entstehen Substanzen, die nichts Gutes verheißen: polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe oder die heterozyklischen aromatischen Amine, die sich vor allem dann bilden, wenn Fleisch und Fisch lange scharf angebraten oder gegrillt werden.
Heterozyklische aromatische Amine stehen schon lange im Verdacht, die Entstehung von Adenomen im Darm zu fördern – zu Recht, wie Dr. Sabine Rohrmann und Kollegen aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum mit einer aktuellen Untersuchung bestätigen.
Die Wissenschaftler ermittelten für 4484 Studienteilnehmer die Menge des als „PhIP“ bezeichneten wichtigsten Vertreters dieser Substanzklasse in der Ernährung. Die Teilnehmer wurden anhand ihrer PhIP-Aufnahme in vier Gruppen eingeteilt. In der Gruppe mit der höchsten PhIP-Zufuhr beobachteten die Wissenschaftler etwa 50 Prozent mehr Dickdarmadenome als bei den Personen, deren Nahrung die geringste Menge dieser Substanz enthielt. Dies betraf vor allem Gewebeveränderungen im untersten Darmabschnitt.
„Das um 50 Prozent höhere Risiko für Dickdarmadenome in der Gruppe mit der höchsten PhIP-Zufuhr lässt sich nicht allein durch einen generell höheren Fleischkonsum erklären“, sagt Sabine Rohrmann. Die Wissenschaftler beobachteten einen klaren Zusammenhang zwischen der Vorliebe für stark Gebratenes und der Häufigkeit von Adenomen, was die Rolle der heterozyklischen aromatischen Amine bei der Krebsentstehung bestätigt. Sabine Rohrmann folgert aus ihren Ergebnissen: „Vorsicht beim Grillen und Braten – lieber Schmorgerichte oder andere Zubereitungsarten wählen, die mit geringerer Hitze auskommen.“ Gerade beim Grillen ist außerdem zu bedenken, dass heterozyklische aromatische Amine nur ein Teil des Giftcocktails sind, der in Fleisch und Würstchen entstehen kann.
Wer also gerne grillt, sollte mit geringerer, gut kontrollierter Temperatur grillen und verbrennendes Fett vermeiden. Daher empfiehlt sich die indirekten Grillmethode, bei der das Grillgut nicht direkt über der Heizquelle liegt. Außerdem sollte beim Kauf des Grills auf eine gute Temperaturkontrolle geachtet werden. Gasgrills erlauben durch ihre Einstellbarkeit eine gute Temperaturkontrolle. Ein Deckel über dem Grillgut ermöglicht ebenfalls das Grillen bei niedriger Temperatur.
30 Apr 09
Zu scharfes Grillen erhöht das Darmkrebsrisiko
von Lars
Im Rahmen des Programms European Investigation into Cancer and Nutrition (kurz EPIC) führte das Deutsche Krebsforschungszentrum Heidelberg eine Studie an 4482 Teilnehmern durch, um zu untersuchen, welchen Einfluss der Verzehr von zu scharf angebratenem Fleisch auf das Darmkrebsrisiko hat. Beim Braten oder Grillen entstehen nämlich sogenannte polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe oder heterozyklische aromatische Amine. Diese stehen unter dem Verdacht, die Entstehung von Darmkrebs durch spezielle Gewebeveränderungen (Adenome) zu fördern.
Das Deutsche Krebsforschungszentrum bestätigt nun diesen Verdacht, indem es einen Zusammenhang zwischen der Vorliebe für stark Gebratenes und der Häufigkeit von Adenomen belegte. Die Forscherin Dr. Sabine Rohrmann und ihre Kollegen warnen daher in einer Pressemitteilung eindringlich vor zu langem, heftigem Erhitzen, besonders beim Grillen. Denn die genannten Stoffe sind nur ein Teil der Gefahrensubstanzen, die dabei entstehen können.
