(Premium-) Grillen boomt trotz Krise

Deutsche Grillliebhaber haben sich diesen Sommer ihre Laune nicht durch die Wirtschaftskrise verderben lassen. Davon zeugen die zahlreichen Grillpartys und -wettbewerbe sowie die Familienversammlungen im Berliner Tiergarten. Dass es in Deutschland viele Hobbygriller gibt ist nichts Neues. Ein Artikel der online-Zeitung FinanzNachrichten weist jedoch auf einen interessanten Grilltrend hin: während im Tiergarten gern auf billige Einmalgrills zurück gegriffen wird, hegen immer mehr Griller höchste Gourmetansprüche und schätzen innovative Produktkonzepte. Davon profitiert hat u.a. der amerikanische Premium-Grillhersteller Weber Stephen. Weber Stephen erwirtschaftete in Deutschland für dieses Jahr ein Umsatzplus von 27%. Mit diesem Umsatzplus übernimmt Deutschland erstmals die Spitzenposition im Umsatzranking der europäischen Weber-Gesellschaften.

Grillverbot im Tiergarten?

Mit seiner Forderung ein Grillverbot im Großen Tiergarten in Berlin durch zu setzen hat Stadtrat Spallek erneut die Diskussion über verdreckte Parks und hohe Kosten für die Müllentsorgung entfacht. Nach den Ostertagen im April waren 15000 Euro für die Müllbeseitigung angefallen, weil Griller und Picknicker Pappteller, Bierflaschen und sogar Grills im Park liegen gelassen hatten.

Mit seinem Vorschlag möchte Spallek den Hobby-Grillern nicht den Sommer verderben, sondern Prioritäten in Zeiten der Wirtschaftskrise setzen, wie er in einem Interview des Tagesspiegels erklärt. Sein Bezirk Mitte habe einen Sparkurs eingeschlagen und soziale Einrichtungen wie z.B. Umweltzentren schließen müssen. In solch einer Lage könne es nicht sein, dass der Bezirk den Dreck der Griller für 15000 Euro wegräumen müsse