Oktoberfest – Tipps für die Wiesn-Grillparty

 Steffen Schütze | Metzgerei Hack | www.weisswurst-burger.de
Steffen Schütze, Metzgerei Hack | www.weisswurst-burger.de

Am 20.09.2014 startet das diesjährige Oktoberfest in München. Wer nicht dabei sein kann oder für den Trubel diese Volksfestes nicht allzu viel übrig hat, der kann seine eigene Wiesn-Grillparty veranstalten. Wir haben einige Ideen zusammengestellt, wie man die bayerische Küche auf den heimischen Grill holt.

Weißwurst vom Grill

Kann man Weißwurst grillen? Die Bayern würden sagen: Nein! Wir sagen: Ja! Ob mit oder ohne Pelle, gegrillte Weißwurst mit süßem Senf ist beim Herbstgrillen eine leckere Alternative zur klassischen Bratwurst. Und wie wäre es mit einem Weißwurst-Burger? Als Buns eignen sich Laugenbrötchen sehr gut, belegt wird der bayerische Burger mit ein wenig Salat, dünnen Rettich- oder Radieschenscheiben und natürlich gegrillter Weißwurst mit süßem Senf. Den ersten Weißwurst-Burger der Welt präsentierte übrigens Steffen Schütz von der Metzgerei Hack in Freising Anfang des Jahres. Ein leckeres Grillgericht für Kinder sind Weißwurst-Spieße mit Paprika, die mit einer süßen Senfmarinade bepinselt  und gegrillt werden.

Knuspriger Krustenbraten

Einfach, aber lecker: Der Krustenbraten sollte an einem bayerischen Grillabend nicht fehlen. Vor dem Grillen wird die Schwarte rautenförmig eingeschnitten und einige Stunden in Bier oder Salzwasser eingelegt – so wird sie besonders knusprig. Anschließend das Fleisch mit Salz oder einem leckeren BBQ-Rub würzen und je nach Größe für ein bis zwei Stunden indirekt grillen. Auf einem Drehspieß wird der Braten besonders gleichmäßig gegart. Ansonsten sollte die Holzkohle rund um das Fleisch und die Fettabtropfschale platziert werden. Alternativ kann man so auch einzelne Schweinshaxen grillen. Serviert wird der Krustenbraten z.B. mit Sauerkraut, Krautsalat, Laugenbrezeln und Obazda.

Ebenso wichtig wie das Essen sind natürlich die Getränke. Ein leckeres bayerisches Bier gehört zur Wiesn-Grillparty deshalb einfach dazu. Und mit der entsprechenden Dekoration in blau-weiß sorgt man schließlich für den richtigen Okotberfest-Charme.

Infografik: Hier geht’s um die Wurst

Infografiken gibt es im Web zu jedem Thema – bei der, die wir auf ladenzeile.de gefunden haben, geht es um die Wurst. Demnach ist die Bratwurst die beliebteste Wurst der Deutschen, gefolgt von Bockwurst und Weißwurst. Und von unserer Lieblingswurst sollen wir sogar 84 Stück pro Jahr verzehren – das erscheint aber selbst für Vielgriller ein ambitionierter Wert zu sein.

Ansonsten gibt die Grafik einen Einblick in das Kaufverhalten für Wurstprodukte und Aufschnitt: 17 % kaufen nie abgepackte Wurst, die Meisten kaufen Wurstprodukte beim Discounter und nur selten frisch vom Metzger. Immerhin die Hälfte denkt beim Wurstkauf an ihre Figur und ewirbt Light-Produkte.

Zum Schluss noch ein Wert zum Schmunzeln: Wer täglich einen HotDog ist, erhöht sein Sterberisiko um 20 %. Oder mit anderen Worten: Wer auf HotDogs verzichtet, befindet sich auf einem guten Weg in die Unsterblichkeit. 😉

Weißwurst vom Grill

„Scharf, schärfer, brutal“; so wird die Currywurst in dem Münchner „Büdchen“ „Bergwolf“ serviert. Frank Bergmeier und Michael Wolf haben mit der Dönninghaus Wurst aus Bochum einen solchen Erfolg gefeiert, dass ihr Imbiss inzwischen zum Szenelokal mutiert ist – und das in München, Bastion der Weißwurst. Im Glockenbachviertel – Standort des „Bergwolfs“ – haben sich dann auch schnell Nachahmer gefunden: das „Curry“, das „Worker’s Deli“ und das Cosmogrill“ servieren nun Currywurst zum Lunch.

Münchner, die ihrer Weißwurst treu bleiben wollen, legen einfach diese auf den Grill, wie Tim Mälzer es in seiner Kochshow gemacht hat. Sie haben sogar den Segen des Münchner Fernsehkochs Alfons Schuhbeck: „Denk‘ dir nix! Mit einer Weißwurst kannst alles machen.“ (Scharf, schärfer, brutal, welt.de, 17.Januar 2010)