Grilltrends 2010

Das Hobby Grillen war jahrelang mit unzähligen Klischees behaftet: Grillen ist was für richtige Männer, die sich im Sommer mit Freunden und Familie im Garten treffen, um deftige Steaks und Würstchen zu braten und sie mit einem Bierchen runter zu spülen, ohne sich dabei um ihre Gesundheit zu sorgen – nicht nur ist das „typische Grillgut“ sehr fetthaltig; wer beim Grillen nicht einige Basisregeln beachtet, der setzt sich einem hohen Krebsrisiko aus. Inzwischen stellen neue Trends diese Grill-Klischees in Frage. Nicht nur Männer, auch Frauen stehen zunehmen am Grill, und da diese gerade in der Sommerzeit besonders auf ihre Figur achten, kommt auch mehr mageres Fleisch auf den Rost. Außerdem hat sich inzwischen auch „Veggie-Grillen“ als Trend durchgesetzt; Gemüse und Obst werden längst nicht mehr nur als Beilagen seviert, sondern gebraten. Durch die indirekte Grillmethode, bei der das Fett des Grillguts nicht mehr in die Glut tropft und so krebserregende Stoffe erzeugt, ist Grillen noch gesünder geworden. Eine weitere neue Mode, die in Deutschland langsam immer mehr Anhänger findet, ist das Wintergrillen. Für echte Grillfans ist das ganze Jahr Grillsaison.

Dei Grillstudie 2010 zeigt aber, dass sich einige Klischees trotz neuer Trends nicht wegdenken lassen vom Grillen: 66,8 % der Befragten meinten, Grillen sei noch immer eine Männerdomäne, bei 76,8% kommt noch immer hauptsächlich Fleisch auf den Grill und 84% der Hobbygriller warten noch immer auf den Sommer um den Grill raus zu holen.

Edles Fleisch

Fleisch ist das neue Gemüse: ein toller Zeit-Artikel über die Beliebtheit des „politisch unkorrekten“ Steaks. Lange hieß es „Gemüse ist das neue Fleisch“ und selbst Hobbygriller verschrieben sich dem Veggie-Grillen. Vegetarier haben gute Argumente auf ihrer Seite: Gemüse ist gesund, hält schlank, ist nicht BSE befallen und kein Klimmakiller, im Gegensatz zum Rind (ein Kilo Rind trägt zu 8733 g CO2-Ausstoß bei, ein Kilo Gemüse nur zu 137 g).

Aber Fleisch bleibt nach wie vor beliebt, „der Kitzel des Verbotenen erhöht bekanntlich die Lust“. Aber hochwertig muss es sein, kein Massenprodukt, sondern ein Luxusgut, geliefert von Züchtern, die man kennt. Zum Beispiel von Wolfgang Otto, Inhaber eines Onlineversands. Er schickt nur auserlesene Ware, das Kilo zwischen 20 und 450 Euro, an Privatkunden.Wagyu-Beef von Dan Morgan in Nebraska, nordamerikanisches Bison, Iberico-Schwein. Die Marmorierung des Wagyu Steaks ist so schön, dass es manchen Köchen die Tränen in die Augen treibt…