Grillen am Strand – darf man das eigentlich?

Sofern man sich durch Sand im Nudelsalat und auf dem Grillfleisch nicht abschrecken lässt, gibt es im Sommer wahrscheinlich wenig Schöneres als einen langen Strandtag unter Freunden mit einem Grillabend direkt am Meer zu beenden. Aber ist das eigentlich erlaubt?

Auf diese Frage gibt es keine eindeutige Antwort, denn es ist von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich geregelt. Zur Sicherheit sollte man im zuständigen Ordnungsamt vorab einmal direkt nachfragen, sofern das Grillen am Strand nicht bereits auf Hinweisschildern verboten ist. Wer diese ignoriert oder sich vorab nicht erkundigt, nimmt in Kauf, dass der gemütliche Grillabend von der Polizei oder dem Ordnungsamt beendet wird.

Grundregeln für das Grillen am Strand

Wie beim Grillen an allen öffentlichen Plätzen gilt es auch beim Grillen am Strand, sofern erlaubt, einige grundsätzliche Dinge zu beachten, die eigentlich selbstverständlich sein sollten:

  • andere Besucher nicht durch Geruch, Rauch oder Lärm belästigen
  • ausreichend Abstand zu Bäumen und Waldrändern halten, damit keine Brandgefahr besteht
  • Nach dem Grillen Müll und Asche komplett und fachgerecht entsorgen.

Und welcher Grill ist nun der Beste zum Grillen am Strand? Echte Strandgriller schwören vermutlich auf den guten alten Grill von der Tankstelle – und dieser leistet am Strand in der Tat ausreichend gute Dienste. An vielen Stränden gibt es zudem ausgewiesene Grillplätze, zum Teil sogar mit fertigen Feuerstellen und Sitzgelegenheiten. Hier ist Grillen natürlich kein Problem – vorausgesetzt der Grillplatz wird sauber hinterlassen.

Grill-Typologie des Tagesspiegels

Auch wenn das schöne Wetter für ein paar Tage Pause macht, freuen sich in Deutschland alle auf einen schönen Sommer und eine tolle Grillsaison. „Grillen, chillen, Bierli killen“, das ist das Motto, wie eine facebook-Gruppe desselben Namens verkündet. „Feini Würscht, gueti Steaks odr au Sparrips, dezue es Bier, DAS ISCH EIFACH S GRÖSST“. Folgt man der Grill-Typen-Typologie des Tagesspiegels vom 2.Juli hört man da den  so genannten „Kerl“ heraus, der schon ab Mitte März mit seinen Kumpels jeden Samstag zwanzig Sixpacks Billigbier in den Parkt schleppt, das mitgebrachte Fleisch auf den billigen Tankstellengrill wuchtet und es anschließend verbrennen lässt, da niemand, trotz anfänglicher Euphorie und Großtuerei, so richtig Ahnung hat vom Grillen. Macht aber nichts, das Fleisch wird einfach mit Jägersauce ertränkt und trotzdem gegessen. So was würde dem „Profi“ in seiner Multifunktionshose und seinem professionellen Grill nie passieren.

Ob Kerl, Profi, Mädchen, Schnorrer, Elektrogriller oder Avantgardist mit Gemüsespießen und Pangasiusfilet im Bananenblatt: jeder Grillliebhaber findet sich wieder in der Tagesspiegel-Typologie, also falls ihr euch zu diesen zählt, lohnt sich ein Blick auf die Internetseite.

Neue Facebook-Gruppe „Gut Grillen“

Auch auf Facebook formieren sich die Grillfans. In einer kürzlich von mir gegründeten Gruppe diskutieren all die Menschen, denen eine verbrannte Wurst vom Tankstellengrill nicht wirklich Freude bereitet. Anspruchsvolles Grillen – das ist mittlerweile in der Tat mehr als nur ein Dreibein auf der Wiese und ein Sixpack warmen Bieres.  Und deshalb heißt die Facebook Gruppe auch so: Gut Grillen.

Einfach Mitglied werden und mit diskutieren.