Grillen mit dem Kontaktgrill – auch in den eigenen vier Wänden

© martina- - Fotolia.com
© martina – Fotolia.com

Mit einem Kontaktgrill lassen sich Fleisch, Fisch und Gemüse sehr schnell und unkompliziert zubereiten. Bei dieser elektronischen Grillart wird auf den Einsatz von Holzkohle verzichtet, weshalb wenig Rauchentwicklung entsteht. Eventuelle Auseinandersetzungen mit den Nachbarn, die durch die Rauchschwaden bei einem Holzkohlegrill nicht selten aufkommen, werden mit dieser Grillform ganz sicher vermieden. Zudem kann der Kontaktgrill auch problemlos in der eigenen Wohnung und nicht nur im Garten oder auf dem Balkon verwendet werden.

Durch seine geringen Abmessungen ist ist er mobil und kann leicht transportiert werden. Ein Nachteil bei dieser Grillvariante ist jedoch der zwingend notwendige Stromanschluss, ein Minuspunkt in Sachen Flexibilität also. Und zugegeben, Holzkohle-Fans kommen mit einem Kontaktgrill geschmacklich wahrscheinlich nicht auf ihre Kosten – eine praktische Alternative für schlechtes Wetter oder spontane Grillabende ist er aber allemal. Weitere Details zu Kontaktgrills gibt es unter www.kontaktgrill-ratgeber.de.

So funktioniert ein Kontaktgrill

Ein Kontaktgrill arbeitet mit zwei Druckplatten, die das Grillgut umschließen. So wird die jeweilige Speise von beiden Seiten erhitzt. In der Regel werden diese Platten aus einem robusten Aluminium-Druckguss hergestellt. Viele Modelle erlauben auch einen aufgeklappten Gebrauch, wodurch sich die Grillfläche sehr einfach vergrößern lässt. Mitunter kann zusätzlich eine Ofenfunktion genutzt werden, die durch fixierbare Scharniere erreicht wird. Ebenfalls verfügen zahlreiche Kontaktgrills über verschiedene Grillstufen, die das Grillen bei unterschiedlichen Temperaturen ermöglichen.

Tipps zum Kauf eines Kontaktgrills

Beim Kauf eines Kontaktgrills gilt es auf diverse Punkte zu achten, damit ein komfortabler Gebrauch möglich ist. So sollte das Gerät einen wärmeisolierten Griff aufweisen, um es auch mit bloßen Händen gefahrlos öffnen zu können. Die Grillplatten sollten abnehmbar sein, damit sie leicht gereinigt werden können, zum Beispiel in der Spülmaschine. Ebenfalls empfehlenswert sind Kontaktgrills, die eine stehende Lagerung erlauben. So lässt sich der Grill nach der Benutzung mit geringem Platzaufwand wieder verstauen.

Einige Modelle verfügen auch über eine Fettauffangschale, welche das Fett des Grillguts aufnimmt. Schließlich ist auch ein Blick auf die Leistung des Kontaktgrills, die in Watt angegeben wird, nicht zu verachten, denn in der Regel erhitzen leistungsstärkere Geräte schneller. Für die weitere Entscheidungshilfe gibt es hier die Ergebnisse eines Kontaktgrill-Tests.

 

 

Grilly Billy im Test: Glut in wenigen Minuten

Für viele Griller ist der Anzündkamin wohl die erste Wahl, wenn es darum geht, schnell und unkompliziert eine schöne Glut zum Grillen zu zaubern. Mit dem Grilly Billy von STEINEL hat der Anzündkamin nun allerdings einen ernsthaften Konkurrenten bekommen: Der Föhn mit 500 °C heißer Luft verspricht perfekte Glut in wenigen Minuten. Aber hält der Grilly Billy auch, was er verspricht? Wir haben ihn getestet.

grilly-billyStecker in die Steckdose – Los geht’s

Statt Holzkohle haben wir einen kleinen Sack (3 kg) Grillketts verwendet. Diese lassen sich ja bekanntlich etwas schwerer anzünden, aber auch damit kam der Grilly Billy überraschend gut zurecht: Schichtet man die Briketts zu einem kleinen Turm und heizt von unten mit dem Föhn an, dann entsteht tatsächlich nach einigen Minuten bereits eine solide Glut. Natürlich kann jetzt noch nicht direkt los gegrillt werden, aber die Grillketts glühen anschließend zügig durch.

grilly-billy

Vorteile und Nachteile von Grilly Billy

Auffällig war, dass der Anzündprozess so gut wie rauchfrei ablief – ideal also bei empfindlichen Nachbarn. Der Föhn selbst ist auch nicht besonders laut. Zudem kommt keinerlei Chemie in Form von Grillanzündern mehr zum Einsatz. Beim Anzünden mit dem Grilly Billy kann man eigentlich nichts falsch machen und bei sachgerechter Handhabung ist dessen Verwendung so gut wie ungefährlich – im Gegensatz zum Einsatz von Brennspiritus oder zum Umdrehen des Anzündkamins. Die Hitze kann am Heißluftföhn in zwei Stufen reguliert werden. Eine einfachere und auch schnellere Variante, um einen schöne Glut zu erzeugen, kennen wir momentan nicht – auch wenn die vom Hersteller angegebene Zeit bei Briketts nicht ganz zutrifft.

Der wahrscheinlich größte Nachteil des Grilly Billy ist der Stromanschluss, für den Einsatz im Park ist er also nicht geeignet. Beim Grillen mit Kindern ist außerdem natürlich Vorsicht geboten, da der Heißluftföhn nach der Benutzung an der Düse einige Zeit heiß bleibt und auch sonst keine Kindersicherung besitzt – also am besten immer direkt den Stecker ziehen.

Fazit

Uns hat der Grilly Billy vor allem durch seine unkomplizierte Handhabung und das rauchfreie Anzünden überzeugt und er wird für die nächsten Grillabende auf dem Balkon den Anzündkamin vorerst ablösen. Wer mit reiner Holzkohle grillt, wird tatsächlich nach einigen Minuten bereits eine perfekte Glut erzeugen können. Die 35 Euro sind also ein durchaus gerechtfertigter Preis, zudem kommt der Grilly Billy in einem schöne Karton inklusive kleinem Rezeptbuch daher.

Holzkohlegrill mit elektrischer Zündung

Der Holzkohlegrill ist der beliebteste Grill der Deutschen. Gerade für ungeübte Griller ist es aber manchmal gar nicht so einfach, die Holzkohle zu entzünden. Ein Grillkamin kann hier gute Dienste leisten – oder vielleicht ein Holzkohlegrill mit integrierter elektrischer Zündung? Die Idee zum sogenannten Turbogriller hatte Christian Hüging aus Steinfurt in Nordrhein-Westfalen.

Der Holzkohlegrill ist mit einem Heizstab und einem elektrischen Gebläse ausgestattet, wodurch das Anzünden zum Kinderspiel werden soll. Denn erst durch die Luftzufuhr glüht die Kohle schnell und gleichmäßig durch. Nachteil: Der Grill verbraucht Strom und benötigt eben auch einen Stromanschluss in der Nähe. Zu funktionieren scheint das Prinzip auf jeden Fall – wir sind gespannt, ob das Ganze auch in die Serienproduktion geht.

Der neue Grill für den Sommer: Welcher ist der Richtige?

Der Sommer kommt und damit bricht für die meisten die Grillsaison an. Kaum zeigen sich die ersten Sonnenstrahlen, schon duftet es aus den Gärten verführerisch und in den Supermärkten stapeln sich die Einweg-Grills. Wer sich für die neue Saison einen Grill zulegen will, der auch auf lange Sicht eine gute Investition ist und viele Sommer lang für leckeres Grillfleisch sorgt, der schaut sich am besten nach einem teureren und hochwertigeren Modell um. Egal ob Weber Grill oder ein Modell von einer anderen Firma, die Hauptfrage beim Kauf bleibt gleich: Gas, Holzkohle oder Elektrogrill? Wir stellen die Kandidaten genauer vor.

Der Holzkohle Grill

Viele schwören vor allem auf das besondere Aroma des Holzkohle Grills. Als traditionellster Grill-Typ ist er wohl das gängigste Modell. Allerdings gibt es immer mehr Menschen, die lieber einen anderen Grill wählen. Zu aufwändig, zu dreckig und zu langsam. Wer schnell perfektes Fleisch will und danach nicht den Rost schrubben will, der lässt die Finger vom Holzkohle Grill. Romantiker, die auf ursprüngliches Aroma schwören und es gern gemütlich angehen lassen, können sich aber nach wie vor auf den Klassiker verlassen.

Der Gas-Grill

Schnell, schneller, Gas-Grill. Wer seinen Grill in kurzer Zeit auf die perfekte Temperatur bringen will, der liegt mit diesem Modell genau richtig. Auch das Gas an sich ist im Vergleich zur Holzkohle etwas günstiger. Dafür muss man für den Grill selbst etwas mehr investieren, gängige Modelle, die man zum Beispiel bei demmelhuber.net findet machen dafür in Sachen Design mehr her. Dank nützlicher Features wie einer genauen Temperatur-Regulierung bietet der Gas Grill jedoch auch den Vorteil, dass man auch schwierige Fleischgerichte perfekt darauf zubereiten kann.

Der Elektrogrill

Der Elektrogrill ist vor allem eines: flexibel. Meist sind sie klein und passen auf den Balkon oder den Gartentisch und können problemlos hin und her bewegt werden. Hauptsache es gibt Strom. Auch der Elektrogrill ist schnell heiß und lässt sich genau regulieren. Was allerdings in jedem Fall fehlt, ist das typische Grill-Aroma, denn hier brennt nichts. Ideal ist der Elektrogrill für alle, die nicht viel Platz haben und gern flexibel sind.

Antipasti unter Strom – ein Plädoyer für den Elektrogrill

Hobbykoch Peter Wagner betreibt die Männerkochseite kochmonster.de und schreibt regelmäßig Artikel für das Thema Tageskarte Küche auf SPIEGEL ONLINE Kultur. Nun hat er sich jüngst den Elektrogrill vorgenommen. Er geht dabei auf Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Grilltechniken ein und liefert schließlich eine – wie er sich ausdrückt – Unbedenklichkeitserklärung für das Grillen mit Strom.

Untermauert wird diese mit einem interessanten Rezept für gegrillen Antipastisalat mit Chimichurri. Zum Salat gehören neben Zwiebeln, Paprika und Zucchini auch Fenchel, Auberginen, Lauch, Tomaten Champignons. Die Chimichurri ist klassischerweise eine argentinische Steaksoße, hier wird sie von Wagner leicht modifiziert, damit sie besser zum Gemüse passt.

Zum Artikel: Antipasti unter Strom

Nachhaltiges Grillen à la Lauterbach

Die Zeit hat in einem Artikel über Karl Lauterbachs Solargrill auf amüsante Weise zusammen gefasst wie der SPD Politiker diesen Sommer versucht hat den deutschen Bürgern, bzw. Wählern, nachhaltiges Grillen beizubringen. „Die popkulturelle Komponente besteht hauptsächlich aus Öl. Kalt gepresstem Olivenöl mit Rosmarin, Thymian, Zitronensaft und etwas Knoblauch.“ Dies ist die Marinade, in die die Lachsstücke eingetunkt werden, bevor sie in Alufolie eingewickelt auf den Rost gelegt werden. Der Grill, den Lauterbach verwendet, funktioniert ohne Kohle oder Strom, nur mit gebündeltem Sonnenlicht. Bei einem Wahlkampftermin mit Sigmar Gabriel hat Karl Lauterbach hat anscheinend schon die dritte Phase seiner Grillkampagne angekündigt: »Ich muss mir überlegen, wie man mit Grillen Arbeitsplätze schafft, dann kommt beim nächsten Mal auch Olaf Scholz.«