Pelletgrill Leif Grillson im Test: smoken, grillen und Pizza backen

Wow, diese Chance konnte ich mir nicht entgehen lassen: Ich habe ja schon öfter über die Pelletgrills von Grillson berichtet und Bob Grillson auf einem Blogger-Event auch schon live in Aktion erlebt. Doch jetzt darf Leif Grillson für einige Wochen bei mir einziehen und wir haben ihn schon umfassend getestet. Ein wirklich toller Grill, den ich am liebsten nicht mehr hergeben würde.

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Grillen mit dem Smoker – low & slow

Die Zubereitung von Fleisch in einem sogenannten Barbecue-Smoker unterscheidet sich grundlegend von der klassischen deutschen Grillkultur. Denn hier wird „low & slow“ gearbeitet, also lange und bei niedrigen Temperaturen gegrillt. So bleibt das Fleisch schön saftig und bekommt ein tolles Raucharoma. Zeit sollte beim Smoken also keine Rolle spielen. Doch nicht nur von der Art der Zubereitung, auch optisch unterscheidet sich ein Smoker von einem typischen Grill. Die Geräte mit dem Zwei-Kammer-System und dem Schornstein erinnern ein bißchen an eine Lokomotive.

Wie funktioniert der Smoker?

Ein Smoker besteht aus einer kleinen Heizkammer und einer großen Garkammer. So liegt das Grillgut nicht unmittelbar über der Hitzequelle und wird besonders schonend gegart. In der Heizkammer wird die nötige Wärme erzeugt. Dazu wird dort Holz oder Grillkohle entzündet. Ein Lüftungskanal führt die rauchige Luft dann in die Garkammer, der Kamin am anderen Ende des Geräts leitet Wärme und Rauch schließlich wieder nach draußen.

Die Innenraumtemperatur der Garkammer beträgt beim Smoken etwa 100-130 °C. Reguliert werden Hitze und vor allem auch das Barbecue-Aroma über Lüftungsklappen. Je größer die Luftzirkulation, desto kürzer wird der Rauch im Inneren des Smokers gehalten und desto geringer ist das Aroma. Sind die Klappen dagegen verschlossen, wird der Rauchgeschmack intensiver.

Das typische Barbecue-Aroma erzeugen

Entscheidend für den Barbecue-Geschmack ist auch die Wahl der Hölzer. Besonders gut geeignet sind milde Fruchthölzer oder aromatischere Walnusshölzer. Hochwertige Holzkohle dagegen raucht so gut wie gar nicht. Man kann sie einsetzen, wenn man besonders lange smoken möchte und nur zu Beginn und am Ende der Grillzeit mit Holz oder Räucherchips aromatisiert. Grundsätzlich gilt: Je länger das Grillgut gart, desto wichtiger ist die Wahl der passenden Hölzer.

Gut geeignet zum Smoken sind mageres Rindfleisch und große Fleischstücke. Aber auch Spare Ribs oder Pulled Pork sind klassische Smoker-Gerichte. Zu Weihnachten kann beispielsweise auch ein Truthahn zubereitet werden.

Welche Anbieter und Geräte gibt es?

Hersteller wie Landmann, SMOKY FUN, El Fuego, Thüros, Tepro oder Joes BBQ Smoker haben die klassischen Barbecue-Smoker in ihrem Sortiment. Mit ein paar Hilfsmitteln  kann man aber auch mit dem Holzkohlegrill ganz passabel smoken. Neben Kohle, die lange glüht, benötigt man Räucherchips für das Aroma. Und auch für Gasgrills gibt es mittlerweile spezielle Räucherboxen. Gut zum Smoken geeignet ist auch der Pelletgrill Bob Grillson.

Rezept und Anleitung für perfekte Spare Ribs von Butch

Spare Ribs sind eine der Königsdisziplinen beim Grillen. Sie brauchen sehr viel Zeit, sind aber eigentlich gar nicht so schwer zuzubereiten. Das Team des Küchenshops Butch präsentiert in seinem Blog ein tolles Rezept inklusive Anleitung für Spare Ribs, bei denen einem das Wasser im Mund zusammenläuft.

Benötigt wird dazu ein Holzkohlegrill mit Deckel und Thermometer, Räucherchips für extra Aroma und ein Spare Ribs Halter, damit das Fleisch zwischendurch nicht gewendet werden muss. Die Grilltemperatur beträgt etwa 120 – 150 °C, gegrillt wird indirekt.

In vier Stunden zu den perfekten Spare Ribs

Zunächst wird die Silberhaut der Spare Ribs entfernt und das Fleisch gesalzen, gepfeffert und mit einem Dry Rubs aus unterschiedlichem Paprikapulver eingerieben. Dann geht es für zwei Stunden auf den Grill, anschließend die Ribs mit einer Marinade aus Sojasauce, Senf, Ketchup und Honig bepinseln.

Nach einer weiteren Stunde auf dem Grill kommt das besondere Extra: Jedes Stück Fleisch wird in einem Päckchen aus Alufolie, gefüllt mit Rohrzucker und Apfelsaft, für noch einmal eine Stunde gegart. Nach vier Stunden Grillzeit sind die Spare Ribs perfekt – das Ergebnis kann sich wirklich sehen und schmecken lassen!

Der Klassiker: Spare Ribs vom Grill

Spare Ribs gehören vor allem in den USA zu den beliebtesten Grillgerichten. Aber was ist eigentlich das Geheimnis von guten Spare Ribs und wie bereitet man sie zu? Wie immer fängt es bereits beim Fleischeinkauf an. Viele wissen es gar nicht, aber die typischen Spare Ribs kommen vom Schwein. Sie sollten einen hohen Fleisch- aber auch einen Fettanteil haben. Sofern es der Schlachter nicht schon erledigt hat, muss die Silberhaut auf der Knochenseite unbedingt entfernt werden. Sie wird auf dem Grill sonst unangenehm hart.

Damit die Spare Ribs einen tollen Geschmack bekommen und schön zart werden, müssen sie mariniert werden – am besten über Nacht. Rezepte für Marinaden gibt es viele, der wichtigste Bestandteil ist aber immer der Honig. Ein wenig brauner Zucker sorgt zudem für eine knusprige Kruste. Neben der typischen Flüssigmarinade können Spare Ribs aber auch trocken mit einem sogenannten Dry Rub gewürzt werden.

Gute Spare Ribs brauchen vor allem eins: Zeit

Nun geht es ab auf den Grill – und zwar am besten auf den Holzkohlegrill. Da Spare Ribs sehr lange gegrillt werden, muss für ausreichend Glut gesorgt werden, am besten verwendet man eine Mischung aus Holzkohle und Briketts. Je nach Geschmack können auch noch Räucherchips hinzugefügt werden, die für ein besonders würziges Aroma sorgen.

Gegrillt wird indirekt, ein Deckel ist ein Muss für gleichmäßige Ober- und Unterhitze. Und dann heißt es warten: Damit sie schön zart werden, brauchen die Spare Ribs mehrere Stunden bei niedrigen Temperaturen. Essbare Ergebnisse kann man aber auch schon ab einer Stunde Grillzeit erzielen. Wer mag, kann die Spare Ribs von Zeit zu Zeit mit Marinade bepinseln, dabei den Deckel aber nicht zu häufig öffnen.

Und wem das nun alles zu lange dauert oder wer sich die Spare Ribs auf dem Grill nicht zutraut, kann ja immer noch ins Restaurant ausweichen. In einem guten Steakhouse gibt es sie in der Regel als „All You Can Eat„-Variante. Sparfüchse finden vielleicht auch einen passenden Gutschein auf Portalen wie z.B. Groupon.

Silvesterbüfett vom Grill

Ein Klassiker für die Silvesterparty ist ein Büfett, zu dem jeder etwas beisteuert. Salate, Brot und Dips gehören standardmäßig dazu, fehlen nur noch einige warme Leckereien. Und da das Silvesterwetter verspricht trocken und nicht allzu kalt zu werden, warum nicht zum letzten Mal im Jahr den Grill anfeuern und Fingerfood auf demselbigen zubereiten? Hier einige Ideen für direkte und indirekte Grillflächen:

  • Chicken Wings
  • gefüllte Champignons
  • Mini-Fleischspieße
  • mit Hackfleisch gefüllte Zwiebelblätter
  • Spare Ribs
  • Garnelenspieße
  • Gemüsespieße oder -päckchen
  • Datteln im Speckmantel
  • Jalapeño-Poppers
  • gefüllte Blätterteigtaschen
  • Grillschokolade als Nachtisch

In diesem Sinne wünschen wir euch einen guten Rutsch ins (Grill-)Jahr 2013!

Trocken würzen mit Dry Rubs

Echte Grillfans würzen ihr Grillgut selbst, in der Regel mit einer flüssigen, meist öligen Marinade. Leider tropft diese beim direkten Grillen häufig in die Glut und es entsteht ungesunder Fettbrand. Wer dem vorbeugen will, sollte es einmal mit einer Trockenwürze, dem sogenannten Dry Rub, versuchen. Klassicherweise werden Dry Rubs bei Spare Ribs eingesetzt, aber auch jedes andere Grillfleisch lässt sich trocken würzen.

Dry Rubs selbst herstellen

Grundzutaten eines jeden Dry Rubs sind Salz und Zucker sowie Gewürze. Als Faustregel gilt: 1/3 Salz, etwas weniger als 1/3 Zucker und etwas mehr als 1/3 Gewürze. Bei der Gewürzmischung kann man seiner Kreativität freien lauf lassen – die Zutaten sollten aber in Pulverform bzw. getrocknet verwendet werden. Klassische Bestandteile sind Paprikapulver, Chilipulver, Cayennepfeffer oder Kreuzkümmel. Das Dry Rub am besten zweimal auf das Fleisch auftragen und leicht einmassieren, mit Frischhaltefolie umwickeln und mindestens 24 Stunden einwirken lassen.

Ein weiterer Vorteil des Dry Rubs: Die Gewürzmischung bildet an der Oberfläche des Grillfleisches eine knusprige Kruste. Außerdem verdirbt sie nicht so schnell wie eine Marinade und kann so gut in größeren Mengen hergestellt und aufbewahrt werden.