Sicher grillen mit Holzkohle und Gas

In Deutschland kommt es jährlich zu bis zu 2.000 Grillunfällen. Dabei lassen sich durch regelmäßige Wartung, den richtigen Standort, das sichere Anzünden und Ausmachen des Grills viele gefährliche Fehler beim BBQ leicht vermeiden. Diese Infografik von Esmark.de fasst alle wichtigen Aspekte für sicheres Grillen zusammen.

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Praktische Kompaktgrills für Park und Strand

Diejenigen, die keinen eigenen Garten oder Balkon haben, zieht es in der Grillsaison in die Stadtparks oder an die Strände. Ob dort gegrillt werden darf, erfragt man im Einzelfall am besten beim zuständigen Ordnungsamt. Neben dem klassischen Einweggrill von der Tankstelle gibt es zum Grillen an öffentlichen Plätzen noch jede Menge weiterer Kompaktgrills mit Holzkohle, die etwas mehr Komfort versprechen. Doch welche Eigenschaften muss ein solches Modell eigentlich mitbringen?

Anforderungen an den Kompaktgrill

Den Aufbau des Picknickgrills sollte man zu Hause vornehmen, damit das entsprechende Werkzeug bereitsteht und keine Schrauben und Kleinteile im Gras oder Sand verloren gehen. Für den Weg zum Strand oder Park sollte der Grill gut und sicher zu transportieren und nicht allzu schwer sein. Im Idealfall lässt er sich vor Ort dann leicht anzünden und die Kohlen glühen schnell durch.

Auf den nötigen Grillkomfort möchte man natürlich auch unterwegs nicht verzichten: Dazu zählt nicht nur die Größe der Grillfläche, sondern auch der Schutz vor Wind oder die Möglichkeit zur Temperaturregulierung. Und auch für die Sicherheit muss gesorgt sein: Der Grill sollte sicher stehen und darf von außen nicht zu heiß werden. Dann kann man ihn nach dem Betrieb problemlos wieder nach Hause transportieren.

Vier Picknickgrills im Schnell-Check

Weber Go-Anywhere

Nach dem Smokey Joe hat Weber in diesem Jahr einen echten transportablen Grill mit Deckel herausgebracht: Der Go-Anywhere kann, wie der Name bereits sagt, überall mit hingenommen werden, denn die Standbeine halten Deckel und Kessel beim Transport zusammen. Für den gewohnten Grillkomfort sorgt die leichte Temperaturregelung über zwei Lüftungsschieber am Deckel. Der Weber-Grill hat eine Grillfläche von 42 x 26 cm und wiegt 5,66 kg.

Landmann Piccolino

Der Landmann Piccolino ist in vielen bunten Farben erhältlich. Auch er verfügt über einen Deckel, der zum Transport fixiert werden kann. Das ergonomische Griffstück des nur 3 kg schweren Grills sorgt für einen guten Halt in der Hand und das Dreibein-Fußgestell für sicheren Stand. Über einen Lüftungsregler im Deckel lässt sich die Temperatur am Grillrost von 34 cm Durchmesser steuern. Den Landmann-Grill werden wir in den nächsten Wochen auch noch einmal genauer vorstellen und testen.

Son of Hibachi

Der Klappgrill Son of Hibachi ist speziell für die Nutzung von unterwegs ausgelegt: Sein Kaminzugeffekt sorgt für schnelles und gleichmäßiges Durchglühen der Kohlen und er besitzt zwei stabile Gusseisenroste. Der Clou aber ist die bis 370 °C hitzebeständige Tasche, in die der Grill in vollem Betrieb jederzeit eingepackt werden kann. So braucht man sich um die Entsorgung der Kohlen vorerst keine Sorgen zu machen. Mit 6,75 kg ist der Grill jedoch etwas schwerer als die anderen Modelle.

Lotus Grill

Der Lotus Grill ist eigentlich als Tischgrill gedacht, kann aber auch von unterwegs genutzt werden. Sein batteriebertriebener Lüfter versorgt die Kohlen mit Frischluft und der Grill ist bereits nach 3-4 Minuten einsatzbereit. Die Wärme lässt sich stufenlos Regeln und der Grill kann dank doppelwandiger Außenschale jederzeit angefasst und bewegt werden. Er wiegt weniger als 4 kg und besitzt eine Grillfläche von 32 cm Durchmesser – ist aber auch in einer größeren Ausführung erhältlich. Ein Nachteil allerdings: Wenn die Batterien leer und keine neuen zur Hand sind, nimmt der Grillabend ein schnelleres Ende als geplant.

Habt ihr Erfahrungen mit einem dieser Grills oder anderen Kompaktgrills? Dann hinterlasst uns dazu doch einen Kommentar. Wir freuen uns!

Grillstudie: Qualität ist beim Grillen wichtig

Eigentlich wussten wir es schon immer: Fast jeder grillt gerne. Dies bestätigt auch die Grillstudie von TOMORROW FOCUS MEDIA, bei der knapp 900 Menschen zu ihrer Meinung rund ums Thema Grillen befragt wurden. Zwar ist sie bereits aus dem Jahr 2011, aber dennoch interessant und vor allem umfangreich.

Was sich immer wieder bestätigt

Der Grill ist meist in Männerhand und gegrillt wird am liebsten mit Holzkohle. Auf den Rost kommen am häufigsten Steaks und Würstchen, Brot und Dips sind die beliebtesten Beilagen, gefolgt von Salaten. Getrunken wird vor allem Bier oder Mineralwasser. Der Grill wird aber nicht nur wegen des guten Geschmacks angeheizt, sondern auch um etwas mit Freunden und an der frischen Luft zu unternehmen. Sicherheit spielt für die meisten Griller eine wichtige Rolle. Internet und Händler sind die beliebtesten Informationsquellen beim Grillkauf.

Qualität wird immer wichtiger

Über ein Drittel der Befragten merkt, ob es sich um einen Markengrill handelt oder nicht. Die meisten trauen sich auch zu, geschmackliche Unterschiede zwischen einem Holzkohle-, Gas- oder Elektrogrill zu erkennen. Der Hälfte der Befragten ist aber die Technik beim Grillen wichtiger als das Grillgerät selbst, Einweggrills nutzen nur wenige. Viele Griller interessieren sich zudem für aktuelle Trends wie Räucherchips, Pizzasteine, Grill-Apps, Wintergrillen oder Synchron-Grillpartys.

Die vollständige Grillstudie kann kostenlos heruntergeladen werden.

Tipps und Tricks rund um den Gasgrill

Gasgrills werden mit Flüssiggas betrieben – die Vor- und Nachteile dieser Grillvariante sind allgemein bekannt: Gasgrills sind schnell auf Temperatur und stufenlos regulierbar. Der rauchige Geschmack eines Holzkohlegrills fehlt allerdings und aufgrund der aufwendigeren Technik sind sie zudem teurer. Top Gasgrill-Modelle erhält man wie auch bei den Holzkohlegrills vom Premiumhersteller Weber.

Fettbrand auch bei Gasgrills

Gute Gasgrills haben Brenner, die unter der gesamten Grillfläche verteilt sind, sodass die Wärme sich gleichmäßig ausbreiten kann. Wie beim Grillen mit Holzkohle kann es aber auch beim Grillen mit Gas zu gesundheitsschädlichem Fettbrand kommen, wenn Fett auf die Heizstäbe tropft. Deswegen eine Fettauffangschale verwenden. Gute Grills besitzen zudem Aromaschienen über den Brennern, die das Fett weiterleiten und ein Heruntertropfen verhindern. Ein Tipps: Wer auch mit Gas ein rauchiges Aroma erzeugen möchte, kann eine Aluschale mit gewässerten Räucherchips auf den Grill stellen.

Man unterscheidet zwischen tragbaren, mobilen Varianten, größeren Grillwagen oder ganzen Outdoor-Küchen. Egal, welches Modell es sein soll, wichtig ist immer ein fester, stabiler Stand. Wer online bestellen möchte, sollte sich das Gerät daher am besten einmal im Fachhandel vor Ort anschauen. Auch eine einfach Montage ist für viele Griller wichtig, damit es gleich losgehen kann.

Sicher mit Gas grillen

Gasgrill-Besitzer sollten immer eine Gasflasche in Reserve haben. Wichtig dabei: Der Druck in den Gasflaschen variiert von Land zu Land, also immer auf passendes Zubehör achten! Vor jeder Inbetriebnahme sollten die Schläuche überprüft werden – insbesondere nach einer langen Winterpause. Entscheidend für geprüfte Sicherheit ist zudem eine CE-Kennzeichnung des Grills. Die größte Gefahr beim Grillen mit Gas entsteht durch sogenannte Verpuffung: Dabei kommt es bei wiederholter Fehlzündung unter dem geschlossenen Deckel zur Gasansammlung, was eine Stichflamme erzeugen kann.

Wer ein wenig Hilfestellung bei der Auswahl des passenden Gerätes sucht, findet auf www.gasgrill-test.de einen aktuellen Test der gängigsten Gasgrill-Modelle.

Grillen? Aber sicher!

Grillen ist eine wunderschöne Freizeitbeschäftigung. Ob zu Hause mit einem Gasgrill, der über einen günstigen Gasanbieter versorgt wird oder draussen im Garten mit einem Holzgrill. Man lädt Freunde ein, freut sich über das schöne Wetter und ist voller Vorfreude auf das leckere Grillfleisch, das auf dem Grill brutzelt und seinen unwiderstehlichen Duft verbreitet. Allerdings sollte man beim Grillen auch immer im Hinterkopf behalten, dass Unfälle schneller passiert sind, als einem lieb ist. Um dies zu vermeiden, haben wir ein paar Tipps der Feuerwehr zusammen gestellt, die erläutern, worauf beim Grillen mit Holzkohle zu achten ist, um ein schönes und sicheres Grillfest zu erleben.

Grilltipps der Feuerwehr zum Grillen mit Holzkohle

Grundsätzlich gibt es beim Grillen nicht allzu viel zu beachten. Wenn man einen kühlen Kopf behält und mit Vernunft grillt kann nur noch wenig schief gehen.

  • Wichtig ist, dass der Holzkohlegrill auf einem feuerfesten Untergrund aufgestellt wird und dass er einen festen und sicheren Stand hat.
  • Achten Sie auf genügend Abstand zu anderen brennbaren Materialien, berücksichtigen Sie dabei auch, dass der Wind die Glut noch ein wenig tragen kann.
  • Beim Entzünden der Holzkohle sollten Sie immer auf Grillanzünder zurück greifen und niemals Spiritus, Benzin oder ähnliches verwenden.
  • Sind Kinder beim Grillfest mit von der Partie, müssen Sie unbedingt ein wachsames Auge auf diese haben: Feuer zieht Kinder magisch an – sie spielen gern damit und können die potenzielle Gefahr noch nicht abschätzen.
  • Die richtige Schutzkleidung, wie etwa Grillhandschuhe und Grillschürze kann vor Verbrennungen schützen. Sollte es dennoch zu kleineren Verbrennungen kommen, schnell mit viel kaltem Wasser kühlen. Lassen Sie anschließend einen Arzt einen Blick auf die Verletzungen werfen.
  • Grillasche sollten Sie erst entsorgen, wenn sie vollständig abgekühlt ist. Wenn Sie nicht so lange warten können, löschen Sie den Grill mit Wasser. Glutreste sollte man immer in Blecheimern und niemals in Plastikbehältern entsorgen.

Zu guter Letzt noch ein sehr wichtiger Hinweis. Sollte die Glut bzw. das Feuer dennoch einmal außer Kontrolle geraten, reagieren Sie sofort und rufen Sie die Feuerwehr unter der Telefonnummer 112. Wenn Sie die vorangegangenen Tipps befolgen, sollten Sie diesen Anruf aber niemals tätigen müssen.

Sichere Grillzange

Ein Hitzeschild für sicheres Grillen – der Erfinder der Jajo-Grillzange hat nach jahrelanger Grillerfahrung eine innovative Idee entwickelt, um die Hand beim Wenden des Grillguts vor der Glut zu schützen; ein simpler Hitzeschild an der Innenseite eines Grillzangengriffs garantiert Schutz vor den Flammen.

Der Schild umwölbt vier Finger des Greifers und schützt indirekt auch den Daumen: Wenn die Grillzange das Grillgut von der Seite her greift, befindet sich der zweite Griff oberhalb des ersten Griffs und wird  durch dessen  Hitzeschild mit geschützt.

Die neue Grillzange ist sowohl für Rechtshänder als auch für Linkshänder geeignet, da das das Hitzeschild gelöst, um 180° geschwenkt und wieder befestigt werden kann.

Grillregeln der plastischen Chirurgen

Hört sich erst einmal an wie ein Witz, sind aber ernstzunehmende Hinweise derjenigen Fachleute, die pro Grillsaison mit 4.000 Verbrennungsopfern konfrontiert werden. Die Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (DGPRÄC) gibt in einer Pressemitteilung wichtige Hinweise für ein unbeschwertes Grillvergnügen.

Die plastischen Chirurgen warnen unter anderem vor dem unachtsamen Umgang mit Brandbeschleunigern. Dieser zählt zu den häufigsten Ursachen für Grillunfälle. Zum Anzünden sollte man nur zugelassene Produkte mit dem DIN-CERTCO– Zeichen verwenden. Der Einsatz von Spiritus bzw. Benzin ist verbietet sich in jedem Fall.

Auch sollten Eltern darauf achten, dass Kinder immer einen sicheren Abstand zum Grill einhalten. Der Nachwuchs ist beim Grillen besonders gefährdet. Sand, eine Löschdecke oder ein funktionstüchtigerFeuerlöscher sollten zur Sicherheit bereit stehen, denn das Löschen mit Wasser ist gerade bei brennendem Fett höchst gefährlich.

Gefährliches Kohlenmonoxid

Häufig wird die fatale Wirkung von Kohlenmonoxid (CO) beim Grillen unterschätzt. Es entsteht chemisch gesehen bei der unvollständigen Oxidation von kohlenstoffhaltigen Substanzen, also zum Beispiel beim Verbrennen von Holzkohle, und zwar besonders dann, wenn nicht genug Sauerstoff vorhanden ist. Man sollte also einen noch brennenden Grill niemals mit ins Haus nehmen und auch draußen für ausreichend Belüftung sorgen.

Kohlenmonoxid ist farb-, geruch- und geschmacklos und wird daher meist nicht bemerkt. Erst kürzlich starb ein Ehepaar in Halberstadt an einer Kohlenmonoxid-Vergiftung wie der SPIEGEL berichtete. Es hatte den noch glühenden Grill in den Wintergarten gestellt und erstickt deswegen.

Sicheres Grillen mit Kindern

Ein warmer Frühlingsabend, Freunde und Nachbarn treffen sich zum Grillen. Wer will schon gern seine Gäste lange warten lassen und so geht der Griff schnell zu Brennspiritus und ähnlichen Brandbeschleunigern. Die Folgen sind jährlich rund 4000 Grillunfälle. Besonders wenn Kinder anwesend sind, sollte man besondere Vorsicht beim Grillabend walten lassen, da Kinder die Gefahren eines offenen Feuers noch schlechter einschätzen können.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft „Mehr Sicherheit für Kinder e. V.“ warnt deshalb intensiv und informiert über sicheres Grillen mit Kindern. Hier einige Punkte, die es zu beachten gilt:

  • Hochwertige Grillgeräte verwenden und diese kippsicher im Windschatten aufstellen.
  • Sichere Entfernung zu anderen brennbaren Materialien wählen.
  • Auf keinen Fall Spiritus verwenden, sondern Papier, Holz oder spezielle Festanzünder.
  • Streichhölzer, Feuerzeuge und Grillanzünder für Kinder unerreichbar aufbewahren.
  • Das Feuer und die Glut nach dem Grillen löschen und nie unbeaufsichtigt lassen.
  • Einen Kübel Wasser und eine Wolldecke (keine Kunstfaser) als Löschhilfe bereit stellen. Brennendes Fett darf nicht mit Wasser gelöscht werden.
  • Grillschalen verwenden, um abtropfendes Fett aufzufangen, bevor es sich entzünden kann.
  • Kinder über die Gefahren beim Grillen aufklären.
  • Kindern sollte es nicht erlaubt werden, sich allein in unmittelbarer Nähe zum Grill aufzuhalten. Am besten eine Spielecke für Kinder in ausreichender Entfernung vorsehen.

Paulinchen –  die Initiative für brandverletzte Kinder e.V. – hat bereits vor einigen Jahren eine Kampagne zum Thema „Grillen ohne Brandbeschleuniger“ gestartet und wirbt unter anderem dafür, Brennspiritus in Ladengeschäften nicht direkt neben der Grillkohle auszustellen.