Praxistest „Räuchern mit Weber“: Was kommt auf den Grill?

Für unseren Grill Blog Praxistest stehen uns, wie bereits erwähnt, drei unterschiedliche Räuchermaterialien zur Verfügung: Räucherbretter, WoodWraps und Räucherchips. Natürlich wollen wir alle drei Varianten testen, logistisch gestaltet sich das aber gar nicht so einfach. Schließlich haben wir es aber geschafft, einige Rezeptideen zusammenzustellen, die für unseren Räuchertest in Frage kommen.

Was passt zusammen?

Nicht jede Art von Räucheraroma passt zu jeder Art von Grillgut, denn der Holzrauch reicht je nach Sorte von mild bis intensiv. Ein mildes Aroma geben Erle, Apfel, Kirsche, Birne und Pfirsich, ein mittleres Aroma liefern Ahorn, Eiche und Pekan. Ein besonders starkes Räucheraroma entsteht bei Mesquite und Hickory. Dazu eine grobe Orientierung, aufgeteilt nach Grillgut:

  • Schwein: Erle, Apfel, Kirsche, Birne und Pfirsich, Eiche, Pekan, Hickory
  • Rind: Apfel, Eiche, Mesquite, Hickory
  • Geflügel: Erle, Apfel, Kirsche, Birne und Pfirsich, Ahorn, Eiche, Hickory
  • Lamm: Pekan, Mesquite
  • Fisch: Erle, Pekan

Experimentierfreudige Räucherfans können die Chips für ein besonderes Aroma auch mischen, zum Beispiel Hickory und Apfel.

Unser Räuchermenü

Starten werden wir mit unseren Zedernholzbrettern: Eines davon wird mit Lachs zubereitet, das anderen mit Brie. Das Rezept für auf dem Zedernbrett geräucherten Brie mit Kirsch-Chutney stammt aus der neuen Grillbibel Weber’s Räuchern. Wahrscheinlich weichen wir die Räucherbretter dabei nicht nur in Wasser ein, sondern z.B. in Weißwein.

Im zweiten Räuchergang widmen wir uns den WoodWraps mit Erlenholzaroma. Erle passt gut zu Hähnchen, deshalb umwickeln wir Hähnchenbrust mit Zitronen-Marinade mit den Räucherblättern. Das Rezept für die Marinade stammt ebenfalls aus „Weber’s Räuchern“.

Schließlich testen wir noch die Räucherchips, hierbei wollen wir im Idealfall immerhin zwei unserer sechs Sorten aus dem Firespice-Probier-Set ausprobieren. Dazu bietet es sich an, die Chips nicht in der Kohle zu platzieren, sondern die fertigen Räucherboxen zu verwenden, so kann man besser variiren. Den intensiven Mesquite-Rauch werden wir zusammen mit Steaks testen, den fruchtigen Rauch von Kirsche oder Apfel dann mit Schweinefleisch, mariniert in einer ebenfalls fruchtigen Las-Vegas-Marinade. Die Marinade stammt auch diesmals aus „Weber’s Räuchern“.

Zugegeben, das Räuchermenü klingt erst einmal nach viel Vorbereitung und Arbeit. Wir sind schon gespannt, ob alles so klappt wie wir uns das vorstellen und ob wir das Team vom Grill Blog auch satt bekommen!

Praxistest „Räuchern mit Weber“: Wie geht das jetzt genau?

In unseren Grill-Blog Praxistest werden wir uns an das Räuchern mit einem Holzkohlegrill heranwagen, grundsätzlich kann man aber sowohl mit dem Holzkohlegrill als auch mit dem Gasgrill räuchern. Aber wie geht das nun genau?

Räuchern mit dem Holzkohlegrill

Grundvoraussetzungen sind ein Holzkohlegrill mit Deckel sowie entsprechendes Räuchermaterial, wie beispielsweise Räucherchips. Diese müssen mindestens 30 Minuten vor dem Räuchern in Wasser eingeweicht werden. Währenddessen die Kohle durchglühen lassen, zum Räuchern selbst benötigt man nur eine kleine Menge.

Wenn die Kohlen vorbereitet sind, auf einer Seite des Kohlerosts verteilen, sodass man eine Grillzone mit direkter und eine mit indirekter Hitze schafft. In den freien Bereich kann man eine Aluschale mit Wasser stellen um Fett aufzufangen und die Grilltemperatur niedrig zu halten. Anschließend Grilldeckel schließen, Lüftungsschlitz öffnen und warten, bis die richtige Temperatur erreicht ist.

Nun kommen die eingeweichten Räucherchips auf die Glut, nochmals den Deckel schließen und warten, bis Rauch aufsteigt. Jetzt kann es losgehen! Wahrscheinlich muss während des Räuchervorganges Holzkohle nachgelegt werden. Und auch beim Räuchern gilt: den Deckel so selten wie möglich anheben.

Räuchern mit dem Gasgrill und dem Räuchergrill

Beim Räuchern mit dem Gasgrill platziert man die Räucherchips in einer Räucherbox. Einige Gasgrills verfügen über eine integrierte Räucherbox, hier einfach die Räucherchips einfüllen. Alternativ kann man die Chips in eine Aluschale füllen, diese mit Alufolie bedecken und mit Löchern versetzen, damit der Rauch ausströmen kann. Wer regelmäßig und viel Räuchern möchte, kann sich auch einen speziellen Räuchergrill anschaffen.

Als nächstes werden wir uns hier im Blog endlich mit dem wichtigsten Thema beschäftigen: Was kommt denn nun auf den Grill?