Öffentliche Grillstation: Australisches Grillfeeling in Hamburg

Über 50.000 Grillstationen gibt es im südpazifischen Raum, seit Sommer diesen Jahres gibt es auch eine in Deutschland, genauer gesagt in Hamburg auf der Michelwiese. Bei der Grillstation handelt es sich um fest installierte, mit Ökostrom betriebene Grills, die von jedermann genutzt werden können. Lästiges Mitschleppen von Grillkohle und Grill sind nicht mehr nötig, dem spontanen Grillvergnügen steht nichts mehr im Wege.

Grill drauf los – mit einem Euro dabei

Für einen Euro steht einem auf einer von drei autarken Grillflächen für 15 Minuten eine Hitze von 220°C zur Verfügung, um mitgebrachtes Grillgut zu grillen. Verzehrt werden kann das Ganze dann auf der angrenzenden Michelwiese. Durch das elektrische Grillen sollen Gesundheit und Umwelt geschont, das Verletzungs- und Brandrisiko gemindert und Anwohner durch das rauchfreie Grillen entlastet werden. Vor allem soll aber auch der Verschmutzung der Grünflächen Einhalt geboten werden: keine entsorgten Einweggrills verstopfen die Müllereimer, zudem werden Grill und Wiese regelmäßig gereinigt.

Wenn sich das Konzept durchsetzt, sind weitere Grillstation in Hamburg und ganz Deutschland geplant. Los geht die Grillsaison auf der Hamburger Michelwiese wieder im Frühjahr 2012. Weitere Impressionen gibt es in diesem Beitrag.

Tipps zum umweltfreundlichen Grillen

Dass man beim Grillen nicht unbedingt einen Beitrag zum Umweltschutz leistet, dürfte gemeinhin bekannt sein. Verzichten möchten wir Grillfans natürlich dennoch nicht darauf. Deshalb gibt es an dieser Stelle ein paar Tipps, wie man auch beim Grillen die Umwelt schonen kann.

Öfter mal auf Rindfleisch verzichten

Der TÜV Rheinland kam in einer Studie zum Thema „klimaoptimiertes Grillen“ zu einem überraschenden Ergebnis: nicht die Wahl des Grills ist für die Umwelt besonders relevant, sondern die Wahl des Grillguts. Fast 95% der anfallenden klimarelevanten Emissionen werden demnach durch das Grillgut verursacht, nicht durch die Grills selbst. Betrachtet wurde dabei der komplette Lebenszyklus der Produkte: von der Herstellung über den Grillvorgang bis hin zur Entsorgung. Besonders große „Klimasünder“ sind Rindfleisch und Grillkäse. Würstchen und Schweinefleisch schneiden deutlich besser ab. „Klimasieger“ ist aber der gegrillte Mais.

Grillen mit Ökostrom

Trotz des geringen Anteils an den anfallenden Emissionen wurden natürlich auch die Grillarten getestet. „Klimasieger“ ist hier der Elektrogrill. Wer ohnehin schon einen Elektrogrill nutzt, für den gibt es noch einen besonderen Tipp: Mit einem Wechsel zu einem Ökostrom-Anbieter kann man die Umwelt, natürlich nicht nur beim Grillen, zusätzlich entlasten. Als Ökostrom wird Strom bezeichnet, der aus 100% regenerativen Energien hergestellt wird, wie beispielsweise Wind- oder Wasserkraft. Weitere Kennzeichen für Ökostrom sind unterschiedliche Zertifikate und Gütesiegel.

Wer also das nächste Mal den Grill anheizt oder der Umwelt auch sonst etwas Gutes tun möchte, kann mit diesen Tipps einen kleinen Beitrag zum Umweltschutz leisten.