Der perfekte Kamingrill – Edelstahl oder Gusseisen?

Es gibt viele verschiedene Grillvarianten auf dem Markt. Ideal für alle, die auch im Winter oder bei schlechtem Wetter grillen, ist ein sogenannter Kamingrill bzw. Grillkamin. Hierbei handelt es sich um eine im Garten meist fest aufgestellte Grillstation. Die Grillfläche ist überdacht und der Grillkamin spendet lange Wärme. Dadurch kann er ganzjährig und unabhängig vom Wetter verwendet werden. Der Name „Kamin“-Grill kommt dabei nicht von ungefähr: Durch die Bauform zieht der lästige Dampf nach oben ab und wird nicht zum Störfaktor.

Das Material von Grill und Rost ist auch beim Grillkamin ein wichtiger Faktor für den Erfolg des Grillergebnisses. Es sollte stark und robust sein, einen guten Wärmetransport gewährleisten und dafür sorgen, dass das Grillgut nicht am Rost festklebt. Beim Kauf eines Grillkamins kann man zwischen den zwei gängigsten Materialien unterscheiden: Gusseisen oder Edelstahl. Doch welches Material ist für wen geeignet?

Gusseisen: hitzebeständig und günstig

Gusseisen wird sehr häufig als Material für Grills und Grillkamine verwendet. Dies liegt vor allem an dessen Hitzebeständigkeit, wodurch Fleisch auch bei sehr hohen Temperaturen gegrillt werden kann. Allerdings ergibt sich daraus auch ein Nachteil: Als Anfänger am Rost kommt es schnell vor, dass das Grillgut ungenießbar wird, weil die Temperatur nicht korrekt reguliert wird. Ein weiterer Nachteil von Gusseisen ist die Bruchanfälligkeit bei schlechter Wartung, ein Vorteil dagegen der Preis des Materials.

Längerer Grillspaß mit Edelstahl

Ein großer Vorteil von Edelstahl ist die Langlebigkeit des Materials. Diese ergibt sich unter anderem aus der großen Resistenz gegenüber Feuchtigkeit oder Speisesäuren. Zudem ist Edelstahl unter anderem für das parallele Grillen von Fisch und Fleisch bekannt, da dieses Material zum einen geschmacksneutral und zum anderen sehr effektiv bei der Wärmeverteilung ist. Dadurch ist es auch für Anfänger sehr gut geeignet. Die Qualität äußert sich jedoch im Preis: Edelstahl ist um einiges wertiger und daher teurer im Vergleich zu Gusseisen.

Edelstahl oder Gusseisen – Was denn nun?

Beide Materialien haben ihre Vor- und Nachteile. Grundsätzlich kann man sagen: Mit einem Edelstahlgrill erzielen sowohl Anfänger als auch fortgeschrittene Griller eine sehr gute Grillqualität bei weniger Wartungaufwand. Gusseisen dagegen empfiehlt sich eher nur für Fortgeschrittene, denn ohne Einarbeitung ist ein Anfeuern und Losgrillen für Anfänger nicht zu empfehlen. Hier gibt es weitere Tipps zum Kauf und zum Grillen mit einem Grillkamin.

Dieser Beitrag wurde erstellt von paradies-grills.de

Outdoorküche bauen: Nicht nur grillen, sondern im Garten kochen

Nicht erst seit der SWR3 Grillparty mit Johann Lafer ist klar: in Deutschland kommen nicht mehr nur einfache Würstchen auf den Grill – nein, es werden komplette Menüs unter freiem Himmel zubereitet. Dabei ist ein klarer Trend zu immer höherwertigeren Grills sowie eine stetig wachsende Gemeinde von Gasgrill-Freunden zu beobachten. Seit einiger Zeit kommt nun auch der Trend der kompletten Outdoorküche aus den USA nach Deutschland und es entstehen in heimischen Gärten wahre Koch- und Grill-Oasen als „Do-it-yourself“-Projekt oder in professioneller Umsetzung durch Gartenbaufirmen.

Grundsätzlich braucht eine Outdoorküche dem Komfort einer klassischen „Indoorküche“ in nichts nachzustehen. Für alle, die eine Außenküche bauen möchten, haben wir einige Punkte, die es dabei zu beachten gilt, zusammengestellt.

Grill & Outdoorküche bei GardelinoBildmaterial mit freundlicher Genehmigung von www.gardelino.de.

Witterungsbeständigkeit!

Neben Regen, Laub, Blütenstaub und Schnee ist in unseren Breitengraden auch das Thema Frost zu berücksichtigen. Eine Überdachung der kompletten Outdoorküche ist natürlich mit die effizienteste Methode – nicht nur, da man auch bei einem kurzen Sommergewitter einfach weiter grillen kann, sondern weil dann auch keine Staunässe zu befürchten ist, welche ggf. Frostschäden verursacht. Natürlich gibt es aber auch die Möglichkeit, sich bei einer Sattlerei / Schneiderei z.B. eine individuelle Abdeckhaube für die komplette Grillküche (z.B. aus LKW-Plane) fertigen zu lassen.

Material für den Bau einer Outdoorküche

In den USA ist die sogenannte Framing-Methode beliebt, bei der aus Holz oder Eisen ein Rahmengestell gebaut, mit Faserplatten verkleidet und dann verputzt wird. In Europa wird jedoch nach der klassischen „Stein auf Stein“ Art gebaut. Es werden Wände aus Porenbeton, Kalkstein o.ä. erstellt und verputzt. Als Arbeitsplatte kommt meist eine Natursteinplatte zum Einsatz. Als Zugang für den Korpus-Innenraum gibt es Einbautüren, Schubladen und Schränke aus Edelstahl, die speziell für die harten Witterungsanforderungen einer Außenküche ausgelegt sind.

Einbaugeräte

Neben ausreichend Arbeitsfläche und Stauraum ist das Herz der meisten Außenküchen normalerweise ein Einbaugrill, aber auch hier gilt: alles ist möglich. Es kommt auf die individuellen Anforderungen an – Kohlegrill, Räucherofen, Pizzaofen, Spüle, Kochfeld, Zapfanlage, Eiswürfelmaschine, Kühlschrank usw.
Bei den Geräten der Outdoorküche sollte das Thema Sicherheit natürlich nicht zu kurz kommen. Man sollte immer darauf achten, dass es sich um zertifizierte Geräte für den Außeneinsatz handelt.