Reggae Reggae Sauce: Karibik-Feeling im Test

reggae-reggae-sauce„Put some Music in your Food“ – Unter diesem Motto werden zwei Saucen des Jamaikaners Levi Roots seit März 2013 auch in Deutschland vertrieben und sollen den Geschmack der Karibik zu uns bringen: Die Reggae Reggae Sauce Jerk / BBQ (hot) ist eine feurig-scharfe Sauce, deren wichtigster Bestandteil die berühmten Scotch Bonnet Chilis sind. Dabei handelt es sich um besonders aromatische Pfefferschoten, die auf der Scoville-Skala 150.000 bis 300.000 Einheiten erreichen und zu den schärfsten Chilis überhaupt zählen. Wohldosiert verleihen sie der scharfen Variante der Saucen eine pikante Note, wer es etwas milder mag, kann auf die Mild Reggae Reggae Sauce zurückgreifen. Beide Varianten können sowohl als Dip als auch als Marinade für Grillfleisch verwendet werden. In Großbritannien ist die Marke Levi Roots längst Kult – hierzulande ist sie noch eher ein Geheimtipp. Wir durften die Reggae Reggae Saucen testen.

Reggae Reggae Saucen im Test

Die Glasflaschen kommen farbenfroh und schön gestaltet daher und vermitteln sommerliches Karibik-Feeling. Dementsprechend hoch waren die Erwartungen an die Saucen, leider wurden sie nicht ganz erfüllt. Beide Saucen sind im Geschmack in Ordnung, aber nicht wirklich innovativ. Vielleicht haben wir falsche Vorstellungen von der karibischen Küche, aber wir hätten die Saucen fruchtiger und exotischer erwartet. Feuer und Würze haben beide Varianten, auch die milde, wobei in Sachen Schärfe natürlich jeder ein unterschiedliches Geschmacksempfinden hat. Zum Marinieren unserer Nackensteaks haben wir die Mild Reggae Reggae Sauce gewählt, aus Angst, dass das Fleisch sonst zu scharf wird. Leider hat sie über dem Grill ihre pikante Note verloren und das Ergebnis war wenig würzig. Als Marinade für Hähnchen würde sich die Sauce wohl aber ganz gut eigenen.

levi-rootsFazit: Zum Marinieren von Stekas würden wir die Reggae Reggae Sauce Jerk / BBQ empfehlen, zum Dippen eher die milde Variante. Grundsätzlich konnten uns die Saucen aber leider nicht richtig überzeugen, da ihnen die erwartete Exotik und das gewisse Etwas fehlte. Allerdings stellt Levi Roots auch weitere Saucen her, die durchaus vielversprechender klingen – aber in Deutschland (noch) nicht vertrieben werden. Wer gern scharf isst, sollte die Reggae Reggae Saucen aber auf jeden Fall einmal testen, sich ein eigenes Bild machen und gern auch hier im Blog oder auf unserer Facebook-Seite darüber berichten.

Von der hausgemachten Sauce zum Erfolgprodukt in Großbritannien

Gründer und Gesicht des Labels ist der 1958 auf Jamaika geborene Levi Roots. Seine Großmutter weihte ihn in die Geheimnisse der karibischen Küche und deren Gewürze ein. In den 70er Jahren kam Levi Roots nach London, in seiner eigenen Küche entwickelte und stellte er die ersten Reggae Reggae Saucen her. Den Durchbruch erlangten die Produkte 2006, als Levi Roots sie in einer TV-Show vorstellen durfte und durch seine überzeugende Performance zwei Investoren fand. Heute bringt Levi Roots den Geschmack der Karibik auch als TV-Koch und als Kochbuch-Autor in Küchen und an die Grills. Zudem ist er auch Reggae-Musiker, sodass seine Saucen sogar mit eigener Musik vermarktet werden.

Wie mariniere ich richtig?

Jeder Grillmeister ist auf der Suche nach der perfekten Marinade für sein  Steak: Es soll möglichst aromatisch schmecken und die Konsistenz des Fleischs butterzart sein. Das Aroma bekommt man natürlich mit den adäquaten Gewürzen hin. Das ultimative Geschmacksgeheimnis jedes einzelnen Kochs liegt aber auch in einer raffinierten Marinierweise.

Zartes Fleisch durch Gewürze und feine Schnitte

Die Zartheit des Fleisches kann man mit speziellen Gewürzen beeinflussen, effektiver sind dafür aber die mechanischen Fleischzartmacher. Das Steak wird damit punktuell rasiermesserscharf eingeschnitten und lange Fasern werden zertrennt. Dadurch kann man sowohl die Konsistenz des Grillgutes als auch seinen Geschmack optimieren. Denn die Marinade dringt besser in das behandelte Fleisch ein, darüber hinaus verringert sich die Garzeit.

Warum Marinieren?

Das Marinieren ist ursprünglich eine Methode der Konservierung von Fleisch gewesen. Neben der Haltbarmachung ist aber natürlich auch die Aufnahme von Geschmacksstoffen beabsichtigt. Eine Marinade besteht in der Regel aus sehr sauren Flüssigkeiten, wie beispielsweise Essig oder Zitronensaft. Auch sehr süße Zutaten, wie etwa Honig, können beigemischt werden. Für den Geschmack sorgen Kräuter und Gewürze und als Geschmacksträger dienen hochwertige Öle. In der Mischung wird das Fleisch mindestens über mehrere Stunden, manchmal aber auch über mehrere Tage eingelegt. Die Dauer des Marinierens ist in erster Linie abhängig von der Größe der Stücke. Beim Grillen auf offenem Feuer ergibt sich ein weiterer Vorteil:  Viele der Zutaten in Marinaden sind in der Lage, die beim Grillvorgang entstehenden krebserregenden Stoffe zu neutralisieren.

Wie mariniere ich richtig?

Es gibt verschiedene Arten des Marinierens – Welche die Richtige ist, hängt vor allem vom persönlichen Geschmack ab. Jeder Grillmeister hat in der Regel seine Spezialmarinade, die sich im Laufe der Zeit herauskristallisiert hat. Das Rezept wird nur in den seltensten Fällen verraten. Bevor das Fleisch in die Marinade eingelegt wird, sollte es gereinigt und trocken getupft werden. Beim Mariniervorgang muss das Grillgut ganz bedeckt sein, damit die Marinade gleichmäßig aufgenommen werden kann. Vor dem Auflegen auf den Grill werden die Reste der Flüssigkeit abgetupft, damit nichts in die Glut tropft.

Die verschiedenen Grundmarinaden:

  • Ölmarinade
    Der Grundstoff einer Ölmarinade ist ein hochwertiges Pflanzenöl. Schon die Auswahl des Öls beeinflusst den Geschmack der Marinade maßgeblich. Hinzu kommen Kräuter und Gewürze. In Ölmarinade werden die rohen Fleischstücke vor dem Grillen eingelegt. Man kann sie während des Grillens zusätzlich mit Marinade einstreichen, um den Geschmack noch zu intensivieren.
  • Saure Marinade
    Bei dieser Art der Marinade kommt zum Öl als Grundstoff noch ein saurer Bestandteil, wie beispielsweise Essig, hinzu. Auch die Wahl des Essigs prägt den späteren Geschmack des Fleisches. Außerdem soll die saure Marinade das Fleisch besonders zart machen. Kräuter und Gewürze je nach Geschmack gehören natürlich auch hier dazu.
  • Gewürzpaste bzw. Kräuterpaste
    Eine Paste unterscheidet sich von der Ölmarinade durch ihre Konsistenz. Die pastöse Konsistenz wird dadurch erreicht, dass man weniger Öl verwendet. Das hat den Vorteil, dass die Marinade besser am Fleisch haftet als die flüssigere Variante.
  • Trockenmarinade (Dry Rub)
    Bei der Trockenmarinade wird das Öl ganz weggelassen. Man verwendet dafür nur zerstoßene Kräuter und Gewürze, die in das Fleisch eingearbeitet werden. Zusammen mit dem Fleischsaft verbindet sich die Trockenmarinade dann zu einer Art Beize.

Grill-Magazin 2/2012 seit 25. Mai im Handel

Passend zum schönen Wetter gibt es wieder ein neues Grill-Magazin von Data Becker. In der aktuellen Ausgabe erfährt man dieses Mal alles rund um das perfekte Steak: Wie grillt man es auf den Punkt? Welches sind die besten Fleischsorten und die wichtigsten Zuschnitte?

Neben Steak sind auch Burger von Grill ein echter Klassiker – es gibt  Zubereitungstipps und leckere Rezepte. Und auch dem Trendthema Räuchern und Smoken widmet sich das Grill-Magazin ausführlich. Besonders interessant wird es dann beim Marinieren im Wasserbad: Diese Technik sorgt für ein auf das Zehntelgrad exakt vorgegartes, saftig-zartes Fleisch, das auf dem Grill das perfekte Aroma-Finish bekommt. Natürlich kommen auch die Vegetarier wieder auf ihre Kosten, z.B. mit Gemüse- und Käsepäckchen. Hier wird auch das Grillen mit Alufolie ins rechte Licht gerückt.

Und natürlich geht die Fußball-EM nicht spurlos am Grill-Magazin vorbei – schnelle Rezepte und Tipps für ein optimales Timing sorgen für den kulinarischen Rahmen, in dem der Ball rollen kann.

Die Ausgabe 2/2012 des Grill-Magazins ist seit Freitag, den 25. Mai 2012, für 7,99 Euro am Zeitschriftenkiosk erhältlich.

Gute Grillvorsätze für die Grillsaison

Ungünstigerweise fällt die Grillsaison immer auch in die Strandsaison, wo wir gern etwas mehr auf unsere Figur und damit auch auf unsere Ernährung achten. Vor kurzem haben wir aber bereits betont, dass sich gesunde Ernährung und Grillen nicht unbedingt ausschließen müssen: Wer einen Blick auf die Nährwerte von Grillgut und Beilagen wirft, Fleisch selbst mariniert und Salate ausgewogen zubereitet, kann auch beim Grillen auf eine gesunde und fettarme Ernährung achten ohne verzichten zu müssen – leckere Grillrezepte gibt es hierzu genug.

Aber selbst, wenn wir uns gesunde Rezepte aussuchen, bei starker Rauchentwicklung, beispielsweise durch herabtropfendes Fett, setzt sich krebserregendes Benzypren auf dem Grillgut nieder. Aber ganz ehrlich: Auf unser gegrilltes Nackensteak wollen wir nun natürlich trotzdem nicht verzichten. Müssen wir aber auch gar nicht, wenn wir zum Beispiel verbrannte Stellen abschneiden und die Marinade des Grillgutes etwas abtupfen, bevor es auf den Grill kommt. Und auch die Menge macht’s: Vielleicht essen wir einfach statt zwei oder drei Steaks nur eins – es gibt ja noch viele leckere Alternativen.

Gute Vorsätze für die kommende Grillsaison

Hier noch einige weitere Tipps zum gesunden Grillen, die uns zwar mehr oder weniger bekannt sein sollten, man sich aber jedes Jahr zu Beginn der Grillsaison gern wieder ins Gedächtnis rufen kann:

  • mit Gas- und Elektrogrill grillt man am gesündesten, da bei herabtropfenden Flüssigkeiten kein Fettbrand entsteht
  • beim Holzkohlegrill indirekt grillen oder mit Aluschale herabtropfendes Fett auffangen
  • mariniertes Grillgut abtupfen oder Grillgut direkt trocken marinieren
  • Geflügelfleich ist besonders mager
  • Grillgut nicht mit Bier ablöschen
  • Gepökeltes gehört nicht auf den Grill
  • öfter mal Gemüsespieße oder Gemüsepäckchen grillen: Wenn sie erst einmal da sind, werden sie auch von Nicht-Vegetariern gern gegessen
  • fettarme Grillsaucen auf Joghurt-Basis selbst herstellen
  • Salate mit Essig und Öl statt mit Mayonnaise zubereiten
  • Obst zum Nachtisch grillen

Weitere Tipps für gesundes Grillen können gern auch auf unserer neuen Facebook-Seite gepostet werden!

Express-Marinieren mit der Marinadenspritze

Selbst-mariniertes Grillfleisch schmeckt doch am besten! Aber die Marinade dringt nur langsam in  das Grillgut ein und das dauert oft mehrere Stunden. Was also tun, wenn sich spontaner Grillbesuch angekündigt hat?

Um den Marinierprozess zu beschleunigen, kann die sogenannte Marinadenspritze zum Einsatz kommen. Zugegeben, beim Anblick bekommt man schon ein wenig Gänsehaut – aber das Ergebnis kann sich schmecken lassen. Einige Dinge gilt es beim Express-Marinieren zu beachten:

  • Spezielle Marinadenspritzen verwenden, denn bei medizinischen Einwegspritzen sind die Kanülen in der Regel zu dünn.
  • Öl und Gewürze in Pulverform verwenden, denn die Marinade sollte flüssig sein, damit sie gut über die Spritze aufgenommen werden kann und sich schnell im Fleisch verteilt.
  • Möglichst viele Einstiche setzen, damit sich die Marinade gleichmäßig im Fleisch verteilen kann und nicht einige Stellen überwürzt und andere dagegen trocken sind.

Ansonsten gilt: Erlaubt ist, was gefällt. Zwei Rezepte zum Marinieren mit der Spritze gibt es im Grill-Magazin.