Der neue Grill für den Sommer – Teil 2

Vor kurzem haben wir uns schon einmal mit der Frage „Welcher Grill passt zu mir?“ beschäftigt. Doch die Unterschiede zwischen Holzkohle-, Gas- und Elektrogrill sollten mittlerweile hinlänglich bekannt sein. Deshalb möchten wir die Serie noch ein wenig erweitern und drei weniger verbreitete Grilltypen vorstellen, um die Qual der Grillwahl noch zu erhöhen.

Der Pelletgrill

Der Pelletgrill vereint die positiven Eigenschaften von Holzkohle- und Gasgrill. Befeuert wird er, wie der Name schon sagt, mit Holzpellets. Diese sorgen für ein schönes Barbecue-Aroma, wie beim Grillen mit dem Holzkohlegrill. Eine genaue Temperaturregelung, wie beim Gasgrill, sorgt dafür, dass nichts anbrennt und der Grill innerhalb kürzester Zeit startklar ist. Wer Wert auf gesundes Grillen legt, ist mit einem Pelletgrill ebenfalls gut beraten: Gegrillt wird nicht über einer offenen Flamme, so entsteht kein Fettbrand. Zudem ist der Pelletgrill dank seines breiten Temperaturspektrums Grill, Smoker und Pizzaofen in einem. Aufgrund seiner Größe kann man ihn aber nur auf der Terrasse oder im Garten einsetzen.

Der Smoker

Der Smoker ist durch seine individuelle Form ein echter Hingucker. Betrieben wird er  klassischerweise mit einem echten Holzfeuer, um den typischen Rauchgeschmack zu erzeugen. Das Grillgut liegt in einer vom Feuer getrennten Garkammer und wird bei niedriger Temperatur über sehr lange Zeit gegart. Ein Smoker ist also etwas für Grillfans, die besonderen Geschmack lieben und Ausdauer besitzen. Wer gerne spontan abends nach der Arbeit für ein halbes Stündchen den Grill anwirft, ist mit einem Smoker nicht gut beraten. Aufgrund der starken Geruchsenwicklung ist auch der Smoker eher etwas für den eigenen Garten.

Schwenkgrill

Große Schwenkgrill kennt man von Volksfesten, in klein gibt es ihn auch für den heimischen Garten. Bei einem Schwenkgrill ist das Grillrost an einer langen Kette befestigt und dadurch frei über der Wärmequelle beweglich. Diese besteht entweder aus einem Holzfeuer oder aus Holzkohle bzw. Briketts. Beim Schwenkgrill ist vor allem die Art zu grillen das besondere und verleiht dem Grillabend einen Hauch von Lagerfeuer- und Cowboy-Romantik. Geschmacklich ist das Ergebnis ähnlich dem Holzkohlegrill.

Was ist eigentlich ein BBQ-Smoker?

Sie sehen ein bisschen aus wie liegende Ölfässer oder ganze Dampflokomotiven und kommen verstärkt aus Amerika auf den europäischen Markt. Ein BBQ-Smoker ist ein besonderer Holzkohlegrill – sowohl für ambitionierte Hobbygriller als auch für Profis geeignet. Er wird klassischerweise aber mit einem echten Holzfeuer betrieben, um den typischen Rauchgeschmack zu erzeugen. Die gewählte Holzsorte hat darauf natürlich einen starken Einfluss und kann je nach gewünschtem Ergebnis variiert werden.

Das Grillgut wird beim Smoken mit niedriger Temperatur warm geräuchert und liegt in einer vom Feuer getrennten Garkammer. Die Hitze wird dann durch eine Regelung der Luftzufuhr beeinflusst. Fleisch kann – abhängig von der  Menge – sehr lange im Smoker liegen und bleibt dabei trotzdem sehr saftig. Niedertemperatur-Garen unter 120 °C eignet sich vornehmlich für festes, fettarmes Grillgut, z.B. Rind. Aber auch Fisch kann man in einem Smoker zubereiten.

Der Grillsportverein hat mit den Smoker FAQ sehr umfassende Informationen zum Thema aufbereitet. Und bei farmergrill.ch findet man eine schöne Schnittzeichnung, die die Funktionsweise der Smoker erklärt. Dort gibt es auch mehr Details zur abgebildeten Farmergrill 120 Lokomotive – wohl das Imposanteste was man sich an Grillgeräten in seinen Garten stellen.