KOKOKO – Grillkohle aus Kokosnussschalen im Test

Grillkohle aus Kokosnussschalen? Ja, das gibt es! KOKOKO von McBrikett wird aus 100 % natürlichen Abfallprodukten der Kokosmilchindustrie und nicht aus Holz hergestellt. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern soll auch besonders heiß und lange brennen und ein rauchfreies und geruchsneutrales Anzünden ermöglichen. Zudem ist die Kokoskohle besonder rein und hochwertig, sodass die Prüfwerte für Kohlenstoffgehalt und Asche die Vorgaben der DIN Plus weit übertreffen.

Die Briketts sind in unterschiedlichen Größen lieferbar: KOKOKO Classic ist 8 cm lang und hat eine Brenndauer von drei bis vier Stunden, KOKOKO Long ist sogar ganze 15 cm lang und soll bis zu sechs Stunden brennen. Diese Variante ist also besonders gut für langes Grillen und Smoken geeignet. Seit kurzem gibt es auch die KOKOKO EGGS im kleinen Format, wie man es von Briketts gewohnt ist.

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KOKOKO im Praxistest

Die Kokosbriketts kamen unbeschädigt in einem praktischen Karton bei uns an. So lassen sie sich platzsparend lagern, denn schließlich reicht eine Lieferung weit länger als nur für einen Grillabend. Bedingt durch die lange Brenndauer lässt sich KOKOKO etwas schwerer anzünden als herkömmliche Briketts und es braucht länger, bis eine Glut entsteht. Das gesteht der Hersteller aber auch ein und empfiehlt deshalb den Einsatz eines Grillkamins. Ein wirkliches Highlight aber: Der Anzündvorgang ist tatsächlich so gut wie rauchfrei und geruchsneutral! Somit ist KOKOKO ideal zum Grillen auf dem Balkon.

Ein weiterer Vorteil der Kokoskohle soll darin bestehen, dass sie besonders heiß wird. In unserem Test wurde zwar keine höhere Temperatur erreicht, als mit herkönnlichen Briketts, dafür entsteht diese aber mit weniger Ausgangsmaterial. Ausgereicht hat die Hitze zum Grillen aber allemal. Zudem wird die einmal erreichte Temperatur wirklich lange und gleichmäßig gehalten. Und am Ende des Grillabends bleibt schließlich erfreulich wenig Asche übrig.

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Fazit

Uns hat KOKOKO überzeugt, besonders durch das rauchfreie Anzünden und die gleichmäßige Grilltemperatur, die über einen langen Zeitraum gehalten werden kann. Trotz des höheren Kilopreises spart man über eine Saison verteilt zudem noch Geld, da pro Grillvorgang weniger Briketts als gewohnt benötigt werden. Und das Grillgut schmeckt natürlich auch wunderbar!

Wer KOKOKO selbst ausprobieren möchte, kann die Kokoskohle bei McBrikett online bestellen.

Popcorn vom Grill

Wenn der Grill eh schon einmal an ist, warum nicht einmal Popcorn vom Grill zubereiten? Dazu gibt es spezielle Popcorn-Pfannen, z.B. von Barbecook. Die Zubereitung läuft genau wie auf dem Herd: Öl und Mais in die Pfanne und ab auf bzw. über den Grill. Die Hitze sollte etwa 200°C betragen, also nicht erst mit dem Popcorn anfangen, wenn die Glut bereits durchgeglüht ist. Wenn der Mais anfängt zu poppen, den Behälter ab und zu bewegen. Ist das Popcorn fertig, einfach noch je nach Geschmack salzen oder zuckern.

Das beste: Man braucht dazu keinen besonderen Grill, die Popcorn-Pfanne funktioniert sogar über einer Feuerstelle oder einem Feuerkorb.

Grillen im Tiergarten verboten

Dem Tagesspiegel zufolge bleibt das Grillen im Berliner Tiergarten voraussichtlich bis zum 13. August verboten. Wegen der Hitze und der damit verbundenen Trockenheit bestehe eine erhöhte Waldbrandgefahr. Auch in Neukölln hersche generelles Grillverbot, genau wie im  Speinickendorf, Spandau und Tempelhof. Der Berliner Kurier schafft jedoch Abhilfe und informiert, wo Sie in Berlin trotzdem noch grillen können. Zwar herrsche in Neukölln auch generelles Grillverbot, genau wie in Reinickendorf, Spandau und Tempelhof. Dafür könne aber in Pankow im Mauerpark, in Lichtenberg und auf zwei offiziellen Grillplätzen in Friedrichshain-Kreuzberg gegrillt werden.

Öko-Test Holzkohle und Grill-Briketts

Öko-Test hat Holzkohle und Holzkohlebriketts verschiedener Hersteller instensiv getestet. Dabei wurden nicht nur die Grilleigenschaften verglichen, z.B. Hitze oder Funkenflug, sondern auch welche Holzarten bei der Herstellung verwendet wurden. Darüber hinaus wurden die Produkte auf enthaltene Giftstoffe untersucht.

Zu scharfes Grillen erhöht das Darmkrebsrisiko

Im Rahmen des Programms  European Investigation into Cancer and Nutrition (kurz EPIC) führte das Deutsche Krebsforschungszentrum Heidelberg eine Studie an 4482 Teilnehmern durch, um zu untersuchen, welchen Einfluss der Verzehr von zu scharf angebratenem Fleisch auf das Darmkrebsrisiko hat. Beim Braten oder Grillen entstehen nämlich sogenannte polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe oder heterozyklische aromatische Amine. Diese stehen unter dem Verdacht, die Entstehung von Darmkrebs durch spezielle Gewebeveränderungen (Adenome) zu fördern.

Das Deutsche Krebsforschungszentrum bestätigt nun diesen Verdacht, indem es einen Zusammenhang zwischen der Vorliebe für stark Gebratenes und der Häufigkeit von Adenomen belegte. Die Forscherin Dr. Sabine Rohrmann und ihre Kollegen warnen daher in einer Pressemitteilung eindringlich vor zu langem, heftigem  Erhitzen, besonders beim Grillen. Denn die genannten Stoffe sind nur ein Teil der Gefahrensubstanzen, die dabei entstehen können.