Die hohe Kunst des Barbecue

Amerikaner grillen beeindruckend anders, findet Boris Radczun von der Welt-Online. Nachdem er als Kleinkind den Weber-Grill im Garten des Nachbarn bewundert und sich über die Funktion des Grilldeckels gewundert hat, besucht er als erwachsener Journalist die Firma Weber Stephen, um sich in die hohe Kunst des Barbecue einweisen zu lassen. Jim Stephen, der Sohn des Firmengründers George Stephen, erzählt gern über die Evolutionsgeschichte des Weber-Grills  – von den Anfängen – wie der Vater, inspiriert von der rundlichen Form der Bojen der Firma Weber, für die er damals arbeitete, den Kugelgrill erfand – bis zur Gegenwart – heute ist Weber-Stephen nicht nur Marktführer in Amerika, sondern hat Niederlassungen in über 60 Ländern und verkauft einige Millionen Grills im Jahr. Er erzählt aber nicht nur vom Weber-Grill, sondern von der amerikanischen Grillkultur im Allgemeinen. Diese zeichnet sich offensichtlich durch Begeisterung, Kreativität und Genuss aus. Jim Stephen zufolge komme es beim Grillen auf  „zwei stabile Temperaturzonen, Hartholzeierbriketts und vor allem die Absicht, mit Freunden im Garten in aller Ruhe ein Mahl einzunehmen“ an. Und natürlich auf den Deckel, der das Hauptwerkzeug zur Temperaturkontrolle ist und dessen Fehlen den Barbaren offenbart.

Interessanter Artikel, der dem deutschen Bratwurstgriller wohl den amerikanischen „Barbecue“ Lifestyle schmackhaft machen möchte.