Was denn nun? Holzkohle vs. Holzkohlebriketts

Die Wahl des richtigen Grills ist oftmals schon eine Herausforderung. Hat man sich für einen Holzkohlegrill entschieden, steht man schon vor der nächsten Frage: Holzkohle oder Holzkohlebriketts? Die Antwort lautet: Es kommt darauf an! Wir haben die wichtigsten Informationen zu den beiden Brennstoffen einmal zusammengestellt.

Holzkohle

  • Herstellung: durch Pyrolyse; lufttrockenes Holz wird unter Luftabschluss oder ohne Sauerstoffzufuhr erhitzt
  • Form: die Holzstruktur ist noch klar erkennbar
  • Anzünden: lässt sich leichter entzünden als Briketts
  • Durchglühen: glüht schneller durch
  • Temperatur: erreicht nach dem Durchglühen eine sehr hohe Temperatur
  • Brenndauer: nur kurze Brenndauer von etwa einer Stunde
  • Einsatz: für das Grillen zwischendurch in kleinerer Runde und zum direkten Grillen von Grillgut mit kürzerer Grilldauer. Nicht für indirektes Grillen geeignet.

Holzkohlebriketts

  • Herstellung: aus zermahlener und zusammen mit Stärke gepresster Holzkohle, manchmal beispielsweise auch aus Kokosnussschale
  • Form: eiförmige Briketts; größer und gleichförmiger als Holzkohle, daher besser dosierbar
  • Anzünden: lassen sich schwerer entzünden, ein Anzündkamin ist empfehlenswert
  • Durchglühen: brauchen auf Grund ihrer höheren Dichte länger zum Durchglühen
  • Temperatur: erreichen etwas niedrigere Temperaturen als Holzkohle
  • Brenndauer: ca. 3-5 Stunden, etwa dreimal so lang wie bei Holzkohle
  • Einsatz: vor allem zum indirekten Grillen und Grillen mit Deckel nötig. Natürlich auch zum direkten Grillen geeignet.

Egal ob man sich für Holzkohle oder Holzkohlebriketts entscheidet, wichtig ist die Qualität. Hier sollte man nicht am falschen Ende sparen. Bei günstigen Produkten, die mit Grillkohle oder -brikett ausgezeichnet sind, handelt es sich teilweise um gepressten Braunkohlestaub.

Noch ein Tipp : Für ein optimales Grillergebnis kann man auch beide Brennstoffe verbinden, also mit Holzkohle vorglühen und anschließend Briketts nachlegen.

Steaks auf den Punkt grillen

Englisch bzw. Rare, Medium Rare, Medium oder Well Done – wichtig bei jedem Steak ist, das Fleisch erst einmal von beiden Seiten scharf anzubraten. Die anschließende Grilldauer hängt von der Dicke des Fleisches und dem gewünschten Garzustand ab. Echte Grillprofis erfühlen den Gargrad eines Steaks. Der Druck auf das Steak wird dabei mit dem Druck auf den Daumenballen verglichen. So geht´s:

Englisch bzw. Rare

Um den Gargrad zu prüfen, Zeigefinger und Daumen aneinander legen und auf den Daumenballen drücken. Fühlt sich das Fleisch noch ähnlich weich an, ist es noch fast roh, also „Englisch“ gebraten.

Medium Rare

Das Fleisch ist nicht mehr ganz so roh, hat aber noch einen deutlich roteren Kern als beim typischen Medium-Steak. Zum Testen Daumen und Mittelfinger aneinanderlegen und auf den Daumenballen drücken. Er ist jetzt etwas fester, fühlt sich das Fleisch so an, ist es Medium Rare gegrillt.

Medium

Das typische Steak ist Medium, hat also innen einen rosa Kern und ist schön saftig. Fühlt sich das Fleisch an, wie bei Druck auf den Daumenballen, wenn Ringfinger und Daumen aneinander liegen, ist das perfekte Steak fertig.

Well Done

Für echte Steakliebhaber ist ein durchgebratenes Steak natürlich nichts. Wer es dennoch so mag, hat den Garpunkt erreicht, wenn das Fleisch deutlich fest ist. Zum Vergleich Daumen und kleinen Finger aneinander legen und auf den Daumenballen drücken.

Soweit die Theorie – der Test funktioniert natürlich nicht nur bei Steaks vom Grill, sondern auch aus der Pfanne. Also ruhig im Winter den Gartest schon einmal perfektionieren, um dann pünktlich zum Angrillen im nächsten Jahr glänzen zu können. Wem das Ganze zu unsicher ist, der kann auch ein Fleischthermometer verwenden. Hier gibt es natürlich genauso wenig eine Garantie fürs Gelingen, Gartemperaturen für Steaks geben eine grobe Orientierung.

 

Streit mit den Nachbarn beim Grillen

Die Tageszeitung Aachener Nachrichten mahnt Grill-Liebhaber zur Rücksicht mit den Nachbarn. In einem Artikel vom 15.07. weist sie auf gesetzliche Regelungen und auf Gerichtsentscheidungen hin, die Griller kennen sollten, um einen Streit mit den Nachbarn oder mit ihrem Vermieter zu vermeiden.

Grundsätzlich darf im Garten gegrillt werden. Was die Grilldauer betrifft variiert die Rechtssprechung zwischen sechs Stunden pro Jahr und zweimal im Monat zwischen 17h und 22h. Das Landgericht München ist sogar der Ansicht, dass die Grilldauer nicht limitiert sei, da Grillen besonders im Sommer üblich sei und daher von den Nachbarn toleriert werden müsse. Sollten diese sich stark durch Lärm oder Qualm belästigt fühlen, müssten sie selbst den Nachweis dafür bringen.

Bewohnern einer Mietwohnung rät der Deutsche Mieterbund, in ihren Mietvertrag zu schauen, ob Grillen auf ihrem Balkon erlaubt ist.