Zu scharfes Grillen erhöht das Darmkrebsrisiko

Im Rahmen des Programms  European Investigation into Cancer and Nutrition (kurz EPIC) führte das Deutsche Krebsforschungszentrum Heidelberg eine Studie an 4482 Teilnehmern durch, um zu untersuchen, welchen Einfluss der Verzehr von zu scharf angebratenem Fleisch auf das Darmkrebsrisiko hat. Beim Braten oder Grillen entstehen nämlich sogenannte polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe oder heterozyklische aromatische Amine. Diese stehen unter dem Verdacht, die Entstehung von Darmkrebs durch spezielle Gewebeveränderungen (Adenome) zu fördern.

Das Deutsche Krebsforschungszentrum bestätigt nun diesen Verdacht, indem es einen Zusammenhang zwischen der Vorliebe für stark Gebratenes und der Häufigkeit von Adenomen belegte. Die Forscherin Dr. Sabine Rohrmann und ihre Kollegen warnen daher in einer Pressemitteilung eindringlich vor zu langem, heftigem  Erhitzen, besonders beim Grillen. Denn die genannten Stoffe sind nur ein Teil der Gefahrensubstanzen, die dabei entstehen können.

Neuer Trend: Brandeisen für Steaks

Wem gehört welches Stück auf dem Grill? Eine Frage, die gerade bei größeren Gruppen BBQ-Begeisterter ein Problem darstellen kann. Eben hat man sein Steak aufs Rost gelegt, da ist es schon wieder weg, weil jemand dachte, es stehe ihm selber zu.

Abhilfe können Brandeisen schaffen. In den USA als Steak Branding Irons schon länger verbreitet, greift dieser Trend nun offenbar voll auf Deutschland über. Sogar Tchibo bietet aktuell ein Brandeisenset an.Die Handhabung ist denkbar einfach. Man erhitzt das Eisen in der Glut des Grills und kennzeichnet damit ein entsprechendes Stück Fleisch, indem man es wie mit einem Stempel einbrennt. Der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt, es gibt sogar Brandeisen mit wechselbaren Buchstaben, wie z.B: bei design3000.

Hier ein paar Links aus den Staaten zur Inspiration:

Grillschürze The Gun

Grillschürze The Gun

Die richtige Bekleidung gehört neben Grill, gutem Zubehör und natürlich leckerem Grillgut zur kompletten Austattung eines Grillfans. The Koi Network hat dazu eine Grillschürze entworfen, die nicht nur das Lieblings-Shirt oder die Hose beim Grillen schützt, sondern auch ein markantes Statement abgibt.

„The Gun“ aus Raw-Denim im witzigen Revolver-Design ist ohne Zweifel eine echte Waffe am Rost. Echte Kerle unterstreichen damit ihren Urinstinkt der Zubereitung von rohem Fleisch am Feuer und Frauen schießen mit der Schürze stilbewußt in die Männerdomäne Grillen vor. Ein tolle Geschenk-Idee, wie ich finde.

Grillen für Feinschmecker

Alles andere als alltäglich sind die Grill-Rezepte aus dem Buch Grillen für Feinschmecker von Eric Treuille.

Die Rezepte aus diesem Buch sind großartig. Wer nicht nur die Standardwurst oder das Nackensteak grillen möchte, findet hier tollen Anregungen für jede Fleisch-, Fisch- und Gemüsesorte. Salate, Dips & Desserts (ebenfalls gegrillt!) fehlen nicht. Diese Buch wurde bereits mehrfach von mir empfohlen und jedes Mal geliebt!

Gesund grillen

Grillen ist grundsätzlich eine sehr gesunde Art & Weise Speisen zu zubereiten. Im Gegensatz zum Braten in der Pfanne liegt beispielsweise ein Steak während der gesamten Garzeit nicht Fett, im Gegenteil das Fett tropft auf dem Grillrost ab. Dadurch gelingt die Zubereitung sehr fettarm.

Ernährungsberaterin Gabriele Bermes empfiehlt in der Nordsee Zeitung vom 04.04.09 darauf zu achten, dass das Fett nicht in die Glut oder auf den Gasbrenner tropft und dort verbrennt. Bei einem 1kg Fleisch ensteht dadurch 5,8 bis 8 Mikrogramm krebserregendes Benzpyren. Das entspricht dem Rauch von 600 Zigaretten.

Deshalb empfiehlt es sich das Abtropfen durch Unterlegen einer Alufolie zu vermeiden. Alternativ ermöglichen hochwertige Grillgeräte zusätzlich zum direkten Grillen, bei dem das Grillgut direkt über der Glut liegt, indirektes Grillen. Dabei liegt das Grillgut nicht direkt über der Heizquelle. Abtropfendes Fett kann –  ohne zu Verbrennen – in einer Fettauffangschale gesammelt werden.

Gepökeltes Fleisch gehört nicht auf den Grill. Das im Nitritpökelsalz enthaltene Nitrit verbindet sich unter Hitze-Einwirkung mit dem im Fleisch enthaltenen Eiweiß zu Krebs erregenden Nitrosaminen.

Zum Marinieren des Fleisches sollten Sie Öle verwenden, die den hohen Temperaturen standhalten. Dies sind z.B. Erdnuss- und Olivenöl. Nicht zu empfehlen sind dagegen Sonnenblumen-, Weizenkeim- und Maiskeimöl, aber auch Butter. Die ungesättigten Fettsäuren oxidieren zu gesättigten Fettsäuren. Diese sind in größeren Mengen ebenfalls gesundheitsschädlich.

Um Grillen zu einem rundum gesunden Genuss werden zu lassen, sollten Sie insbesondere Schweine- und Geflügelfleisch durchgaren und bei dem vielen Fleisch nicht vergessen, dass auch Fisch und Gemüse sich sehr gut als Grillgut verwenden lassen.

Grillen und Wein

Dass Grillen nicht immer mit Bier und Würstchen von der Tankstelle verbunden ist, sollte den meisten Leuten klar sein. Mit hochwertigem Fleisch vom Schlachter, frischem Fisch, raffinierten Marinaden und qualitativem Grillgerät lassen sich kulinarisch hochwertige Gerichte zaubern.

Doch nur mit der passenden Getränkeauswahl wird das Barbecue zu einem Erlebnis, das bei den Gästen in Erinnerung bleibt. Das Deutsche Weininstitut, eine Gemeinschaft der deutschen Weinindustrie, informiert unter deutscheweine.de über die passende Weinauswahl zum Grillabend. Ob Grauburgunder, Riesling oder Rivaner – hier finden Sie die passenden Weinempfehlung zu ihrem perfekten Barbecue.