Plank Grilling: Grillen auf Holzbrettern

Plank Grilling ist die Grillmethode der Ureinwohner Amerikas. Dabei wird das Grillgut auf einem Holzbrett gegrillt und erhält so einen besonderen Geschmack. Besonders gut geeignet ist Fisch, wie etwa Lachs.

Wie beim Grillen über Echtholz, darf natürlich längst nicht jedes Holz zum Plank Grilling verwendet werden. In den USA gibt es eine Reihe von speziell dafür hergestellten Brettern, in Deutschland muss man sich meist mit selbst hergestellten Planks begnügen. Wichtig ist: das Holz darf auf keinen Fall vorbehandelt oder harzhaltig sein. Gut geeinget sind harte Obsthölzer wie Kirsche, Erle oder Apfel, aber auch Ahorn und Zedernholz. Die Bretter sollten etwa fingerdick sein.

Plank Grilling: so einfach geht’s

Die Bretter vor der Benutzung mindestens sechs Stunden, am besten über Nacht, in Wasser einweichen, damit sie auf dem Grill nicht anbrennen. Wein, Fruchtsaft oder Whiskey im Wasser verleihen den Speisen später ein ganz spezielles Aroma. Bevor die Planks auf den Grill kommen, die Oberseite mit Öl einreiben und im vorgeheizten Grill etwas erwärmen. Plank Grilling gehört zu den indirekten Grillmethoden, man benötigt also einen Grill mit Deckel und unter dem Grillgut darf sich keine Holzkohle befinden. Jetzt den Fisch auf die Bretter legen, Deckel schließen und nach zehn Minuten nachschauen, wie weit der Fisch gegart ist.

Tipp: Zur Sicherheit immer etwas Wasser neben dem Grill stehen haben, falls das Holz Feuer fängt.

Plank Grilling erfordert etwas Übung, wenn man es beherrscht, ist es aber sicher ein besonderes Geschmackserlebnis mit dem man seine Gäste beim nächsten Grillen überraschen kann.

Andere Länder, andere Grillsitten

Jedes Land hat seine eigene Küche mit ihren ganz besonderen Spezialitäten, gleiches gilt natürlich auch für´s Grillen. Grund genug also, vielleicht einmal einen Grillabend unter dem Thema „Grillen weltweit“ zu veranstalten. Hier drei Inspirationen zu Grillsitten rund um den Erdball:

Südafrika

Grillen in Südafrika heißt „Braai“, gegrillt wird über Echtholz. Dazu braucht man keinen eigenen Grill, öffentliche Braai-Plätze gibt es in Südafrika überall. Gegrillt wird vor allem Fleisch, Besonderheiten sind dabei regionales Wildfleisch wie Gnu, Antilope und Springbock oder „Boerewors“, eine südafrikanische Wurstspezialität. Fruchtige Grillsaucen und Chutneys runden den Geschmack ab, zum Braai gibt es traditionell Bier.

Mittelmeer

Im mediterranen Raum werden vor allem Fisch und Meeresfrüchte gegrillt, beispielsweise Thunfisch, Snapper, Gambas oder Jakobsmuscheln. Aber auch Vegetarier kommen bei gefülltem und mariniertem Gemüse auf ihre Kosten, wobei frischer Knoblauch und Olivenöl bei keinem Gericht fehlen sollten. Getrunken wird dazu in der Regel Wein.

Arabische Länder

In arabischen Ländern ist Grillen ein echtes Familienereignis. Auf das Rost kommen traditionell beispielsweise Lamm oder „Merguez“, eine scharfe Wurst aus Rindfleisch. Joghurt, Coucous oder Bulgur und Kreuzkümmel sind typisch orientalische Begleiter. Als Getränk wird ein Tee aus frischen Minzeblättern gereicht.

Grillen über Echtholz

Dass die Holzkohle dem Grillgut seinen typisch rauchigen Geschmack gibt, ist ein weit verbreiteter Irrtum. Grillkohle besteht zu einem hohen Anteil aus reinem Kohlenstoff, verbrennt dieser, entstehen Wasser und Kohlendioxid. Beide geben dem Grillgut keinen Geschmack, sondern das verbrennende Fett oder der verdampfende Fleischsaft sind dafür ausschlaggebend. Der Geschmack kommt also beim Grillen über Holzkohle nicht aus dem Brennstoff.

Anders ist dies beim Grillen über echtem Holz, hier verleiht der Brennstoff dem Grillgut einen einzigartig rauchigen Geschmack, allerdings ist die Methode nicht ganz unaufwändig. Bevor das Fleisch auf den Grill kann, müssen die Holzscheite zu Glut herunter gebrannt sein, Flammen sollten nicht mehr vorhanden sein.

Die Wahl des richtigen Holzes

Lackierte Holzreste sind natürlich tabu, unbehandeltes Obst- und Hartholz, wie Eiche oder Buche, ist dagegen ideal. Auch Holz mit einem hohen Harzanteil, z.B. bei Nadelbäumen, scheidet aus. Wie beim Lagerfeuer sollte das Holz natürlich möglichst trocken und abgelagert sein.

Wer es nicht ganz so aufwendig mag, aber dennoch auf den unvergleichlichen Geschmack nicht verzichten möchte, der kann sich mit einem Pelletgrill behelfen. Dieser verfeuert ebenfalls Holz, aber eben in Pelletform. Leider sind Pelletgrills noch eher etwas für den größeren Geldbeutel.