Grillverbot im Tiergarten?

Mit seiner Forderung ein Grillverbot im Großen Tiergarten in Berlin durch zu setzen hat Stadtrat Spallek erneut die Diskussion über verdreckte Parks und hohe Kosten für die Müllentsorgung entfacht. Nach den Ostertagen im April waren 15000 Euro für die Müllbeseitigung angefallen, weil Griller und Picknicker Pappteller, Bierflaschen und sogar Grills im Park liegen gelassen hatten.

Mit seinem Vorschlag möchte Spallek den Hobby-Grillern nicht den Sommer verderben, sondern Prioritäten in Zeiten der Wirtschaftskrise setzen, wie er in einem Interview des Tagesspiegels erklärt. Sein Bezirk Mitte habe einen Sparkurs eingeschlagen und soziale Einrichtungen wie z.B. Umweltzentren schließen müssen. In solch einer Lage könne es nicht sein, dass der Bezirk den Dreck der Griller für 15000 Euro wegräumen müsse

Deutschlands beliebteste Grillplätze

Auf dem Grillportal www.grillen-barbecue.de befindet sich ein praktischer Grill Guide mit dem man die beliebtesten Grillplätze Deutschlands ausfindig machen kann. Ob am Main in Frankfurt oder am Flaucher in München, die meisten öffentlichen Grillplätze sind auf einer Karte mit einem roten Flammensymbol gekennzeichnet, so dass man sich einen guten Überblick verschaffen kann.

Grillfrust in Berlin

Sylvia Vogt vom Tagesspiegel äußerte sich jüngst sehr abfällig über die Lust der Berliner am Grillen und bezeichnet diese in Ihrem Artikel sogar als Grill-Wahn. Man kann natürlich verstehen, dass ein verqualmter Park , Heerscharen von Leuten mit Stapelstühlen und entsprechende Hinterlassenschaften in Form von Müll nicht gerade auf Gegenliebe stoßen, aber was ist denn bitte am Grillen in öffentlichen Parks grundsätzlich so verkehrt?

Die Kommentare der Leserschaft sind dementsprechend ambivalent und einer bringt es auf den Punkt. Nicht jeder hat einen Garten zum Grillen. Insofern unser Apell an Befürworter und Gegner des Grillens:  einigt euch und nehmt etwas Rücksicht aufeinander, dann ist jedem gedient. Und man sollte sich auch immer die Frage stellen, ob es nicht sinnvoll ist, halb so oft zu grillen, aber dafür doppelt so gut.