Grill-Tipps vom Sternekoch und Beef Buddy Frank Buchholz

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Foto: Sascha Baumann (ZDF)

Vor kurzem haben wir euch das neue Food-Adventure Format Beef Buddies ans Herz gelegt. Einer der mitwirkenden Spitzenköche ist Frank Buchholz. Der gebürtige Dortmunder betreibt zwei Restaurants und eine Kochschule in Mainz. Das Restaurant Buchholz wurde bereits zwei Jahre nach Eröffnung mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet, serviert wird dort regionale Küche mit mediterranem Einschlag. Sternekoch Frank Buchholz zieht seine Kräuter im hauseigenen Garten und beschäftigt Bauern aus der Umgebung, um die Qualität der Zutaten genau kontrollieren zu können.

Bekannt ist er auch aus dem Kochduell oder der Promi-Kocharena auf Vox, zudem hat er diverse Kochbücher herausgegeben. Noch mehr Interessantes gibt es auf der Website von Frank Buchholz zu lesen. Wir hatten nun die Möglichkeit, den sympathischen Spitzenkoch zum Thema Grillen zu interviewen.

Frank Buchholz grillt am liebsten mit Holzkohle

Wie kam es zu der Sendung Beef Buddies und was waren Ihre Beweggründe, bei den Beef Buddies mitzumachen?

Zunächst hat mich der Outdoor-Charakter der Show überzeugt. Gerade für einen Koch, der ja traditionell im Restaurant viel in der Küche steht, ist das Koch-Erlebnis an der frischen Luft schon etwas Besonderes. Die Beef Buddies haben einen typisch ursprünglichen Touch mit einer großen Portion Naturverbundenheit. Das passt einfach zu mir.

Bei den Beef Buddies dreht sich alles um das Thema Fleisch, es wird sogar selbst gejagt oder geschlachtet. Hatten Sie Bedenken, auf Kritik von Vegetariern oder Tierschützern zu stoßen?

Nein, eigentlich nicht. Ich finde, man sollte was das angeht auch ein wenig Toleranz walten lassen. Solange alles artgerecht und verantwortungsbewusst abläuft, ist dem Verzehr von Fleisch meiner Meinung nach nichts entgegen zu setzen.

Zusammen mit Chakall Lopez und Tarik Rose reisen Sie quer durch Deutschland. Welche Region hat Ihnen (kulinarisch) am besten gefallen?

Ich fand den Schwarzwald kulinarisch sehr interessant.

Auf Ihrer Website erfährt man, dass Sie zum Kochen eher zufällig gekommen sind. Wann und warum wurde Ihnen klar, dass dies Ihr Traumberuf ist?

Ich habe schon in den ersten sechs Wochen meiner Koch-Ausbildung gemerkt, dass mir die Zubereitung von Speisen unheimlichen Spaß macht. Dazu merkte ich schnell, dass ich ein gewisses Talent für den Beruf mitbringe – und so ging dann alles seinen Weg.

Worauf legen Sie in Ihrem Restaurant und Ihrer Kochschule besonderen Wert?

Für mich ist neben der Frische der Zutaten, die natürlich überall – egal, ob Sternerestaurant oder Imbissbude – eine Selbstverständlichkeit sein sollte, die Kommunikation untereinander ein wichtiges Kriterium. Nur so ist gewährleistet, dass alle Speisen auf den Punkt zubereitet werden können und der Gast zufrieden ist. Durch die Gespräche mit meinen Gästen und den Kochschülern erhalte ich ein wichtiges Feedback für meine Arbeit und kann mich so ständig weiter entwickeln.

Bei den Beef Buddies Grillen Sie T-Bone-Steak mit Spargel auf dem Schwenkgrill. Wo haben Sie Grillen gelernt?

Naja, das ist mir (wie vielen Männern hierzulande) wohl ein wenig in die Wiege gelegt worden. Es gab da kein besonderes Ereignis, irgendwann in jungen Jahren hab ich mir das Grillen „learning by doing“ angeeignet.

Welche Inspirationsquellen haben Sie beim Kochen und Grillen? Nutzen Sie das Internet und lesen Sie z.B. auch Blogs um neue Anregungen zu erhalten?

Ich schaue mich in der heutigen Zeit natürlich viel im Internet um, hier findet man die aktuellsten Entwicklungen. Auf dem neuesten Stand zu sein, was Zutaten und Küchenequipment angeht, ist für mich das A & O.

Um diese obligatorische Frage kommen wir natürlich nicht herum: Wie Grillen Sie am liebsten (Holzkohle, Gas, Elektro, Smoker, direkt/indirekt) und warum? Welche Grills haben Sie zu Hause?

Ich bevorzuge die Holzkohle, da sie am effektivsten eine trockene Hitze entstehen lässt. Zuhause nutze ich größtenteils einen „Weber“-Grill.

Bei den Beef Buddies wird das Fleisch ja nach dem Motto „Back to the roots“ zubereitet. Wie stehen Sie zu Grillinnovationen, z.B. den Pelletgrills?

Ich stehe mehr auf das traditionelle Grillerlebnis und nutze die innovativen Methoden eigentlich gar nicht. Bei der Fleisch-Auswahl allerdings bin ich immer auf dem neuesten Stand, was die Qualität angeht.

Worauf sollte man beim Einkauf von Grillfleisch achten?

Ist es bei anderen Nahrungsmitteln vielleicht nicht so, dass das „je teurer, je besser“-Prinzip gilt, ist das beim Fleisch fast immer der Fall. Also hier nicht unbedingt sparen, es lohnt sich! Darüber hinaus würde ich noch auf Regionalität, also die lokale Herkunft des Fleisches, achten.

Was trinken Sie am liebsten beim Grillen?

Ich bevorzuge einen leckeren Wein.

Wie sieht für Sie der perfekte Grillabend aus?

Mit besten Grill-Zutaten und der Familie an einem Sommerabend auf der Terrasse sitzen und sich’s viele Stunden gemütlich gut gehen lassen.

Zum Abschluss noch die Frage nach Ihrem ultimativen Grilltipp?

Am  Schluss, wenn das Grillfleisch genau die richtige Konsistenz hat, die Kruste kurz mit einem Gläschen Gin ablöschen – das bringt ein tolles Aroma!

Die Beef Buddies im TV

Frank Buchholz in Action bei den Beef Buddies könnt ihr ab 01. August, 21 Uhr auf ZDFneo erleben. Reinschauen lohnt sich! Auf der Microsite zur Sendung stellen sich die Köche schon einmal gegenseitig in einem Video vor und ihr könnt einen Blick auf die Inhalte der kommenden Folgen werfen.

Beef Buddies: Spitzenköche auf Abenteuern

Tarik Rose, Frank Buchholz, Chakall
Foto: Sascha Baumann (ZDF)

Gibt es eines TV-Sendung, die sich an Fleischliebhaber, Hobbyköche, Abenteurer und Naturburschen gleichermaßen richtet? Ja! Beef Buddies ist ein neues Food-Adventure-Format, bei dem drei Spitzenköche in zehn Folgen vom Krabbenkutter bis zur Bergalm reisen und schmackhafte Köstlichkeiten zubereiten.Die Beef Buddies, das sind Frank Buchholz, der bodenständigen Sternekoch aus Mainz, Tarik Rose, der norddeutschen Naturbursche sowie Chakall Lopez, der argentinische Freigeist und Weltenbummler. Pro Folge stellt jeder Koch ein Gericht vor.

Die Devise: Natur pur!

Das Besondere gegenüber anderen Kochsendungen: Statt in einer voll ausgestatteten Küche wird z.B. im Freien gekocht. Der Fokus dabei liegt auf Fleisch in allen Variationen. Das bedeutet auch schonmal, dass die Tiere selbst gejagt, geangelt und geschlachtet werden müssen. Wir durften uns vorab die erste Folge der Beef Buddies ansehen, dabei ging es für die Köche zu Willi Wolf, einem Züchtern von Alb-Büffeln. Dort wurde nicht nur Büffel gekocht, gegrillt und gesmoked, sondern die Herde musste auch in bester Cowboy-Manier zu Pferde auf die nächste Wiese getrieben werden.

Outdoor-Kochsendung mit Unterhaltungswert

Die Beef Buddies sind tatsächlich nicht mit einer normalen Kochsendung zu vergleichen, mir persönlich hat das Format aber gefallen. Zwar werden Zutaten und Zubereitung der Rezepte nicht bis ins Detail erläutert, mir gefällt aber der Mix aus Kochen und Unterhaltung. Die Beef Buddies bei ihren ersten Reitversuchen, beim Lassowerfen, beim Versuch einen Büffel zu melken und beim Viehtrieb der imposanten Büffelherde zu begleiten ist durchaus amüsant, und nebenbei bekommt man noch ein paar gute Ideen für den nächsten Grillabend. Zwar gab es doch etwas weniger Abenteuer, als das Format auf den ersten Blick vermuten lässt, und die Handlung ist teilweise etwas konstruiert, aber  die Sendung soll letzendlich Spaß machen – und das tut sie.

Unser Fazit: Einschalten lohnt sich! Ausgestrahlt werden auf zdfneo insgesamt zehn Folgen der Beef Buddies, los geht es am Donnerstag, den 1. August um 21 Uhr. Und um sich bis dahin ein wenig einzustimmen, möchten wir euch noch ein original Grill-Rezept von Chakall  Lopez vorstellen.

Burger vom Hirschkalb à la Chakall

Zutaten für den Burger:

  • 600 g Fleisch (wahlweise Hirschkalb, Rind oder Kalb)
  • 150 g Paniermehl
  • 1 rote Zwiebel
  • 1 geschälter und geriebener Apfel
  • 1 EL Harissa* (Gewürzpaste aus dem Maghreb)
  • 1 Prise Cayenne-Pfeffer
  • 1 rote Chili
  • 1 EL brauner Zucker
  • Liquid Smoke (für rauchiges Aroma)

Zutaten für die Soße:

  • 1 Knoblauchzehe
  • Olivenöl
  • 3 EL Kirschmarmelade
  • 2 EL Ketchup
  • 50 ml Wasser
  • Prise Salz
  • Prise brauner Zucker

Außerdem:

  • 1 dünne Scheibe Bacon
  • 1 Scheibe Briekäse
  • 1 Scheibe Tomate
  • 1 Brötchen

Zubereitung des Burgers: Das Hirschkalbfleisch durch einen Fleischwolf drehen, sodass Hackfleisch entsteht. Alle Burger-Zutaten zu dem Fleisch hinzugeben und zu einer festen Masse vermengen. Das Gehackte mit einem feuchten Leinentuch abdecken und ca. 1 Stunde ruhen lassen, damit alle Zutaten einziehen können. Anschließend das Fleisch zu Frikadellen formen und auf dem Grill garen.

Zubereitung der Soße: Knoblauchzehe, Olivenöl, Ketchup und Kirschmarmelade mit Wasser einkochen. Anschließend mit Salz und braunen Zucker abschmecken und mit einem Pürierstab vermischen.

Anrichten: Dünne Baconscheibe auf den Grill legen, bis sie knusprig braun ist. Eine Brötchenhälfte mit Senf bestreichen und die Frikadelle darauf legen. Eine Scheibe Briekäse, eine Scheibe Tomate und eine knusprige Scheibe Bacon oben auflegen. Zum Abschluss die Soße darüber geben, die zweite Brötchenhälfte auflegen und servieren.

*Harissa: Diese feurige Mischung wird in Tunesien, Algerien und Marokko in Gemüse- und Fleischeintöpfen verwendet, die zu Couscous gegessen werden. Darüber hinaus ist Harissa aber auch ein Allround-Gewürz, das ständig auf dem Tisch steht. Es besteht aus Chilis, Kreuzkümmel, Koriandersamen, Knoblauch, Salz und Olivenöl.