Grillson stellt Pelletgrill vor

Die Grillgemeinde ist immer wieder auf der Suche nach Alternativen zur Holzkohle – aus den unterschiedlichsten Gründen. Für manche spielen Gesundheitsaspekte eine Rolle, wieder andere vermissen Komfort oder Kontrolle beim Grillen mit Kohle. Elektrogrills sind meist nur eine Notlösung, denn richtiges Grillfeeling kommt dabei nicht auf. Besser geeignet scheinen Gasgrills, die sich auch hierzulande immer größerer Beliebtheit erfreuen. In den USA haben sie bereits einen sehr großen Marktanteil. Und was im BBQ-Mutterland praktiziert wird, kann so schlecht nicht sein, oder?

Ein weiterer Ansatz sind Pelletgrills. Sie fristen aber ein Nischendasein, weil sie eher als Smoker funktionieren – eine Grilltechnik mit niedrigen Temperaturen, die der durchschnittliche deutsche Bratwurstgriller nicht unbedingt bevorzugt. Auch ist das Handling der gängigen Pelletgrills recht umständlich, das Grillen eine langwierige Angelegenheit.

Die Firma Grillson aus Hannover hat nun eigenen Aussagen zufolge eine weltweit völlig neuartige Grilltechnik für Holzpellets konzipiert und einen passenden Grill entwickelt, der auf der Website www.grillson.com vorgestellt wird. Der äußerlich durchaus ansprechende Bob Grillson verwendet einen Pelletbrenner, mit dessen Hilfe gleichzeitig indirektes und direktes Grillen möglich wird. Angeblich kommt das Gerät sogar auf solch hohe Temperaturen, dass man damit problemlos Pizza backen kann. Dabei behält der Grillmeister volle Kontrolle, denn man kann den Druck des Brenners und damit die Temperatur stufenlos regeln. Das hört sich sehr verlockend an. Man wird sehen, ob sich dieses Konzept etablieren kann.

Räucherofen – eine Alternative zum Grill?

In der Süddeutschen ist ein Artikel erschienen, der Grillfans ihr Hobby madig macht. Der Verfasser meint, bei all dem „Brutzelwahn“, der in Deutschland jeden Sommer ausbreche, vergesse manch einer, dass es auch noch – seiner Meinung nach bessere – Alternativen zum Grill gibt. Den Räucherofen z.B.; der sei günstig, leicht zu bedienen und vielseitig. Und genauso wie das Grillen könne auch der Räucherofen die sogenannten „Urtriebe“ des Mannes wachrufen und befriedigen. Sein Fazit: „Wer einmal eine selbstgeräucherte Forelle oder Dorade auf dem Teller hatte, parkt künftig wohl den Grill im Keller.“

Die Argumente des Autors sind jedoch nicht sehr überzeugend: Wenn er über das Grillen redet, bzw. lästert, dann meint er damit offensichtlich die Leute, die mit Billiggrills ihr Grillgut im öffentlichen Park halb anbrennen lassen und anschließend ihren Müll nicht wegräumen. Grillen muss aber nicht so aussehen; es kann genauso professionell und vielseitig sein wie das Zubereiten von Fleisch im Räucherofen.