Raffinierte Fleischklopse

Wer seinen Gästen bei einer Grillparty eine kleine Überraschung servieren will, kann Mettbällchen zubereiten – gefüllt mit Kräuterbutter-Champignons.

Zutaten für 12 Stück: 12 kleine Champignons (etwa 80g); 30g Kräuterbutter; 500g gewürztes Schweinemett; 4EL Semmelbrösel; 1EL körniger Senf; 1EL Paprika – oder Tomatenmark, 1Ei; Salz, Pfeffer, 1TL Öl

Champignons mit Küchenkrepp abreiben und Pilzstiele herausdrehen. Kräuterbutter mit einem Messer in die Pilze füllen. Mett, Semmelbrösel, Senf, Paprikamark und Ei vermengen. Mit wenig Salz und Pfeffer würzen. Den Fleischteig in zwölf Portionen teilen. Die gefüllten Pilze mit Fleischteig umhüllen und mit Öl bestreichen. Die Bällchen eventuell auf Spieße stecken. Etwa acht bis zehn Minuten von allen Seiten grillen.

Räucherofen – eine Alternative zum Grill?

In der Süddeutschen ist ein Artikel erschienen, der Grillfans ihr Hobby madig macht. Der Verfasser meint, bei all dem „Brutzelwahn“, der in Deutschland jeden Sommer ausbreche, vergesse manch einer, dass es auch noch – seiner Meinung nach bessere – Alternativen zum Grill gibt. Den Räucherofen z.B.; der sei günstig, leicht zu bedienen und vielseitig. Und genauso wie das Grillen könne auch der Räucherofen die sogenannten „Urtriebe“ des Mannes wachrufen und befriedigen. Sein Fazit: „Wer einmal eine selbstgeräucherte Forelle oder Dorade auf dem Teller hatte, parkt künftig wohl den Grill im Keller.“

Die Argumente des Autors sind jedoch nicht sehr überzeugend: Wenn er über das Grillen redet, bzw. lästert, dann meint er damit offensichtlich die Leute, die mit Billiggrills ihr Grillgut im öffentlichen Park halb anbrennen lassen und anschließend ihren Müll nicht wegräumen. Grillen muss aber nicht so aussehen; es kann genauso professionell und vielseitig sein wie das Zubereiten von Fleisch im Räucherofen.

Wie man Fleisch von Fett befreit

In seiner Barbecue-Bibel präsentiert Steven Raichlen nicht nur leckere Rezepte aus aller Welt; er versorgt seine Leser auch mit hilfreichen Tipps und Tricks rund ums Grillen. Zum Beispiel verrät er wie man Fleisch am besten von Fett befreit, bzw. von überflüssigem Fett, denn Raichlen weist darauf hin, dass Fett beim Grillen erwünscht ist, da mageres Fleisch auf dem Rost nicht saftig wird. Unter überflüssigem Fett versteht Raichlen Fettschichten, die dicker als 1 cm sind oder Fettstücke, die dicker als 2,5cm sind.

Bloß keine Pute

Pute ist zum Grillen viel zu trocken, meint Volker Hobl. Fürs Garen auf dem Grill empfiehlt er auf stern.de deswegen Abstinenz von Putenfleisch. Puten, das seien „die armen Viecher, bei denen … auf ein Kilo Fleisch ein Kilo Medikamente“ komme. Daher sei Putenfleisch zwar besonders fettarm, aber eben auch sehr trocken. Anders Wachteln: sie seien zwar auch fettarm, aber weil ihr Fleisch komplett von Haut umgeben ist, trotzdem saftig, genau wie Hähnchenbrust. Beim Grillen von Wachteln solle man deswegen auch die Haut dran lassen. Wer sein Fleisch saftig mag, solle zudem auf Fleischgabeln verzichten, Zangen seien besser.

Grillportfolio

Oliver Bayer vom Wirtschaftsblatt hat sich gedacht, da Sommerzeit Grillzeit ist, werden Aktien rund um das Thema Grillen und Barbecue möglicherweise steigen. Er hat sich deswegen Aktien u.a. von Grillherstellern, Fleischlieferanten, Ketchup-Produzenten und Bierbrauereien näher angeschaut und ist zu dem Schluss gekommen: „Ein Grill-Portfolio wäre gar keine so schlechte Idee … Allerdings muss man ohne Griller auskommen, der würde nämlich keine ordentliche Glut zustande bringen. Aber wir können unser Fleisch ja – ganz rustikal – über offenem Lagerfeuer zubereiten. In diesem Sinne: Fröhliches Brutzeln!“

Grillen im Tiergarten verboten

Dem Tagesspiegel zufolge bleibt das Grillen im Berliner Tiergarten voraussichtlich bis zum 13. August verboten. Wegen der Hitze und der damit verbundenen Trockenheit bestehe eine erhöhte Waldbrandgefahr. Auch in Neukölln hersche generelles Grillverbot, genau wie im  Speinickendorf, Spandau und Tempelhof. Der Berliner Kurier schafft jedoch Abhilfe und informiert, wo Sie in Berlin trotzdem noch grillen können. Zwar herrsche in Neukölln auch generelles Grillverbot, genau wie in Reinickendorf, Spandau und Tempelhof. Dafür könne aber in Pankow im Mauerpark, in Lichtenberg und auf zwei offiziellen Grillplätzen in Friedrichshain-Kreuzberg gegrillt werden.

Die hohe Kunst des Barbecue

Amerikaner grillen beeindruckend anders, findet Boris Radczun von der Welt-Online. Nachdem er als Kleinkind den Weber-Grill im Garten des Nachbarn bewundert und sich über die Funktion des Grilldeckels gewundert hat, besucht er als erwachsener Journalist die Firma Weber Stephen, um sich in die hohe Kunst des Barbecue einweisen zu lassen. Jim Stephen, der Sohn des Firmengründers George Stephen, erzählt gern über die Evolutionsgeschichte des Weber-Grills  – von den Anfängen – wie der Vater, inspiriert von der rundlichen Form der Bojen der Firma Weber, für die er damals arbeitete, den Kugelgrill erfand – bis zur Gegenwart – heute ist Weber-Stephen nicht nur Marktführer in Amerika, sondern hat Niederlassungen in über 60 Ländern und verkauft einige Millionen Grills im Jahr. Er erzählt aber nicht nur vom Weber-Grill, sondern von der amerikanischen Grillkultur im Allgemeinen. Diese zeichnet sich offensichtlich durch Begeisterung, Kreativität und Genuss aus. Jim Stephen zufolge komme es beim Grillen auf  „zwei stabile Temperaturzonen, Hartholzeierbriketts und vor allem die Absicht, mit Freunden im Garten in aller Ruhe ein Mahl einzunehmen“ an. Und natürlich auf den Deckel, der das Hauptwerkzeug zur Temperaturkontrolle ist und dessen Fehlen den Barbaren offenbart.

Interessanter Artikel, der dem deutschen Bratwurstgriller wohl den amerikanischen „Barbecue“ Lifestyle schmackhaft machen möchte.

Buchtipps

Pünktlich zur Grillsaison gibt Hobbykoch Peter Wagner Tipps für neue Grillbücher. Da ist für jeden Grilltyp was dabei: für Hobbygriller, die ihr Können gern unter Beweis stellen, empfiehlt sich das Buch „Grillen wie die Weltmeister“. In diesem Buch werden nicht nur Tipps für die Zubereitung von Grillgut gegeben, sondern auch für die Imagepflege („Niemals Handschuhe verwenden, Weichei!“)

Wer stattdessen raffinierte Rezepte für stilvolle Feiern ausprobieren möchte, sollte sich Johann Lafers „Mein Grillbuch“ anschaffen.

Richtig grillen“ sei hingegen ein Muss für jeden „globalen Griller“, denn in diesem Buch stehen die internationalen Unterschiede beim Grillen im Vordergrund.

Und allen, die sich intensiv mit dem Thema Grillen auseinandersetzen wollen und ihr Wissen von Grund auf aufpolieren möchten, lassen sich zwei „Bibeln“ empfehlen: die Barbecue Bibel von Steven Raichlen und Weber’s Grillbibel. In beiden Büchern wird Grundlegendes übers Grillen erklärt, Rezepte präsentiert und eine Fülle von Tipps rund ums Grillen gegeben.

Tomatenmarmelade

Wer neue Grillrezepte und Ideen für Saucen und Beilagen braucht, sollte einmal in Steven Raichlens Barbecue Bibel nachschlagen. Auf über 500 Seiten präsentiert Raichlen Rezepte aus aller Welt, z.B. süße Tomatenmarmelade aus Marokko, die zu gegrilltem Fleisch serviert werden kann.

Für 4-6 Personen braucht man 8 reife Fleischtomaten. Diese werden zunächst halbiert, sodass man die Samen heraus drücken kann. Die Tomaten dann grob reiben und in einen Topf geben.

Anschließend 100g Zucker, 2El Pflanzenöl, 2El Rotweinessig und 2TL Zimtpulver hinzugeben und auf großer Hitze zum Kochen bringen. Die Hitze reduzieren und die Mischung 5-10 Minuten köcheln lassen, bis sie dick ist. Eventuell mit mehr Zucker, Weinessig und Zimt abschmecken.

Argentinier richtig grillen

Grill-Profi Sven Dörge erklärt uns Deutschen wie man Argentinier richtig grillt, „nicht medium, sondern gut durch“! Samstag, bietet sich in der Tat dazu an, das WM-Fieber mit einer Grillparty zu verbinden: ideales Sommerwetter, ein spannendes Spiel, und das alles an einem Wochenende. Dazu die Grilltipps von Sven Dörge: Argentinisches Rindfleisch ist bekannterweise besonders schmackhaft und braucht daher nicht mariniert zu werden. Entrecôte vom Rind sollte eine satte Farbe und eine schöne Fettmarmorierung haben. Steaks werden 40-60 Sekunden von beiden Seiten angebraten. Nach dem Grillen sollte man die Steaks aus dem Feuer nehmen und ca. 15 bis 20 Minuten auf dem Gitter liegen lassen.