Grilly Billy im Test: Glut in wenigen Minuten

Für viele Griller ist der Anzündkamin wohl die erste Wahl, wenn es darum geht, schnell und unkompliziert eine schöne Glut zum Grillen zu zaubern. Mit dem Grilly Billy von STEINEL hat der Anzündkamin nun allerdings einen ernsthaften Konkurrenten bekommen: Der Föhn mit 500 °C heißer Luft verspricht perfekte Glut in wenigen Minuten. Aber hält der Grilly Billy auch, was er verspricht? Wir haben ihn getestet.

grilly-billyStecker in die Steckdose – Los geht’s

Statt Holzkohle haben wir einen kleinen Sack (3 kg) Grillketts verwendet. Diese lassen sich ja bekanntlich etwas schwerer anzünden, aber auch damit kam der Grilly Billy überraschend gut zurecht: Schichtet man die Briketts zu einem kleinen Turm und heizt von unten mit dem Föhn an, dann entsteht tatsächlich nach einigen Minuten bereits eine solide Glut. Natürlich kann jetzt noch nicht direkt los gegrillt werden, aber die Grillketts glühen anschließend zügig durch.

grilly-billy

Vorteile und Nachteile von Grilly Billy

Auffällig war, dass der Anzündprozess so gut wie rauchfrei ablief – ideal also bei empfindlichen Nachbarn. Der Föhn selbst ist auch nicht besonders laut. Zudem kommt keinerlei Chemie in Form von Grillanzündern mehr zum Einsatz. Beim Anzünden mit dem Grilly Billy kann man eigentlich nichts falsch machen und bei sachgerechter Handhabung ist dessen Verwendung so gut wie ungefährlich – im Gegensatz zum Einsatz von Brennspiritus oder zum Umdrehen des Anzündkamins. Die Hitze kann am Heißluftföhn in zwei Stufen reguliert werden. Eine einfachere und auch schnellere Variante, um einen schöne Glut zu erzeugen, kennen wir momentan nicht – auch wenn die vom Hersteller angegebene Zeit bei Briketts nicht ganz zutrifft.

Der wahrscheinlich größte Nachteil des Grilly Billy ist der Stromanschluss, für den Einsatz im Park ist er also nicht geeignet. Beim Grillen mit Kindern ist außerdem natürlich Vorsicht geboten, da der Heißluftföhn nach der Benutzung an der Düse einige Zeit heiß bleibt und auch sonst keine Kindersicherung besitzt – also am besten immer direkt den Stecker ziehen.

Fazit

Uns hat der Grilly Billy vor allem durch seine unkomplizierte Handhabung und das rauchfreie Anzünden überzeugt und er wird für die nächsten Grillabende auf dem Balkon den Anzündkamin vorerst ablösen. Wer mit reiner Holzkohle grillt, wird tatsächlich nach einigen Minuten bereits eine perfekte Glut erzeugen können. Die 35 Euro sind also ein durchaus gerechtfertigter Preis, zudem kommt der Grilly Billy in einem schöne Karton inklusive kleinem Rezeptbuch daher.

Ein Gedanke zu „Grilly Billy im Test: Glut in wenigen Minuten“

  1. Tolle Idee. Alternativ dazu kann ich auch eine klassische Heißluftpistole empfehlen. Diese liegt preislich im einem ähnliche Segment, ist aber universeller einsetzbar. Mit ihr lassen sich Aufklebern ablösen, Abbeizen von Möbeln oder das Auftauen von eingefrorenen Wasserleitungen bewerkstellen. Zudem ist bei einigen Geräten möglich, die Heizspirale separat abzustellen, so dass nur Luft dem Grill zugeführt wird.

    Ich hoffe, dies ist ein nützlicher Tipp!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.