Wie mariniere ich richtig?

Jeder Grillmeister ist auf der Suche nach der perfekten Marinade für sein  Steak: Es soll möglichst aromatisch schmecken und die Konsistenz des Fleischs butterzart sein. Das Aroma bekommt man natürlich mit den adäquaten Gewürzen hin. Das ultimative Geschmacksgeheimnis jedes einzelnen Kochs liegt aber auch in einer raffinierten Marinierweise.

Zartes Fleisch durch Gewürze und feine Schnitte

Die Zartheit des Fleisches kann man mit speziellen Gewürzen beeinflussen, effektiver sind dafür aber die mechanischen Fleischzartmacher. Das Steak wird damit punktuell rasiermesserscharf eingeschnitten und lange Fasern werden zertrennt. Dadurch kann man sowohl die Konsistenz des Grillgutes als auch seinen Geschmack optimieren. Denn die Marinade dringt besser in das behandelte Fleisch ein, darüber hinaus verringert sich die Garzeit.

Warum Marinieren?

Das Marinieren ist ursprünglich eine Methode der Konservierung von Fleisch gewesen. Neben der Haltbarmachung ist aber natürlich auch die Aufnahme von Geschmacksstoffen beabsichtigt. Eine Marinade besteht in der Regel aus sehr sauren Flüssigkeiten, wie beispielsweise Essig oder Zitronensaft. Auch sehr süße Zutaten, wie etwa Honig, können beigemischt werden. Für den Geschmack sorgen Kräuter und Gewürze und als Geschmacksträger dienen hochwertige Öle. In der Mischung wird das Fleisch mindestens über mehrere Stunden, manchmal aber auch über mehrere Tage eingelegt. Die Dauer des Marinierens ist in erster Linie abhängig von der Größe der Stücke. Beim Grillen auf offenem Feuer ergibt sich ein weiterer Vorteil:  Viele der Zutaten in Marinaden sind in der Lage, die beim Grillvorgang entstehenden krebserregenden Stoffe zu neutralisieren.

Wie mariniere ich richtig?

Es gibt verschiedene Arten des Marinierens – Welche die Richtige ist, hängt vor allem vom persönlichen Geschmack ab. Jeder Grillmeister hat in der Regel seine Spezialmarinade, die sich im Laufe der Zeit herauskristallisiert hat. Das Rezept wird nur in den seltensten Fällen verraten. Bevor das Fleisch in die Marinade eingelegt wird, sollte es gereinigt und trocken getupft werden. Beim Mariniervorgang muss das Grillgut ganz bedeckt sein, damit die Marinade gleichmäßig aufgenommen werden kann. Vor dem Auflegen auf den Grill werden die Reste der Flüssigkeit abgetupft, damit nichts in die Glut tropft.

Die verschiedenen Grundmarinaden:

  • Ölmarinade
    Der Grundstoff einer Ölmarinade ist ein hochwertiges Pflanzenöl. Schon die Auswahl des Öls beeinflusst den Geschmack der Marinade maßgeblich. Hinzu kommen Kräuter und Gewürze. In Ölmarinade werden die rohen Fleischstücke vor dem Grillen eingelegt. Man kann sie während des Grillens zusätzlich mit Marinade einstreichen, um den Geschmack noch zu intensivieren.
  • Saure Marinade
    Bei dieser Art der Marinade kommt zum Öl als Grundstoff noch ein saurer Bestandteil, wie beispielsweise Essig, hinzu. Auch die Wahl des Essigs prägt den späteren Geschmack des Fleisches. Außerdem soll die saure Marinade das Fleisch besonders zart machen. Kräuter und Gewürze je nach Geschmack gehören natürlich auch hier dazu.
  • Gewürzpaste bzw. Kräuterpaste
    Eine Paste unterscheidet sich von der Ölmarinade durch ihre Konsistenz. Die pastöse Konsistenz wird dadurch erreicht, dass man weniger Öl verwendet. Das hat den Vorteil, dass die Marinade besser am Fleisch haftet als die flüssigere Variante.
  • Trockenmarinade (Dry Rub)
    Bei der Trockenmarinade wird das Öl ganz weggelassen. Man verwendet dafür nur zerstoßene Kräuter und Gewürze, die in das Fleisch eingearbeitet werden. Zusammen mit dem Fleischsaft verbindet sich die Trockenmarinade dann zu einer Art Beize.

8 Gedanken zu „Wie mariniere ich richtig?“

  1. Schöner Überblick über Marinaden.
    Vielleicht sind auch noch welche auf Basis von Joghurt interessant. Die werden auch gern für indische Gewürze verwendet.
    Viele Grüße,
    Tobias

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