Eine Hommage an das Isargrillen

München und Berlin sind zwei Großstädte Deutschlands, aber ansonsten gleichen sich die beiden Städte kaum. Was die Einwohner jedoch gemeinsam haben, ist ihre Begeisterung für’s öffentliche Grillen. Die Süddeutsche Zeitung hat gestern einen tollen Artikel über den Einzug des „Isargrillens“ in das Münchner Brauchtum veröffentlicht. Genau wie in Berlin sind es vor allem die neu Zugezogenen – die Kölner, Hamburger und Istanbuler – die die neue Grilltradition eingeführt haben. Während es in Berlin jedoch immer wieder Ärger gibt, aufgrund des Tiergartenmülls der Griller, scheint in München alles ganz idyllisch zu verlaufen. Die Stadtverwaltung hat eine strenge Grillzonenregelung für die Isarauen durchgesetzt. Seitdem laufen Grillwächter rum, um zu kontrollieren, dass der Abfall nicht liegen bleibt. Außerdem hat die Regelung paradoxerweise bei den Münchnern das Interesse am öffentlichen Grillen geweckt. „Denn sobald etwas limitiert und damit exklusiv wird, möchten die Münchner auch dabei sein, das ist das alte Türsteher-Gen.“

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