Fleisch ist mein Gemüse

Traditionell steht die Frau am Herd und der Mann ist der Brotverdiener der Familie. Weshalb gibt es dann so viele bekannte Star-Köche und Grill-Könige, aber fast keine Meister-Köchinnen oder Grill-Königinnen?

In einem Interview des NDR vom 12.07. hat Star-Koch Tim Mälzer seine Theorie dazu erklärt. Zur Berufung eines Starkoches gehöre nicht nur die Gabe zum Kochen, sondern auch zur Selbstdarstellung, und diese Eigenschaft sei typisch männlich. Er nennt es das Pfauensyndrom: wie ein Pfau, der ein Rad schlägt, beeindrucken viele Starköche und Grillmeister nicht nur mit ihrem Können, sondern auch mit viel Gehabe.

So lässt sich vielleicht auch erklären, weshalb Grillen v.a. ein Männerhobby ist. Beim Grillen kann der Meister direkt bei der Arbeit beobachtet und gelobt werden, und zwar nicht nur für seine Leistungen, sondern auch für seinen Grill. Tim Mälzer gibt zu, dass selbst moderne und emanzipierte Männer manchmal gern den Macho raushängen lassen und dabei helfen Gerätschaften wie Bohrer, dicke Stereoanlagen und Grille ganz gut. Daher kümmern sich Männer lieber um das Fleisch und überlassen den Frauen die Salate und das Gemüse. Etwas klischeehaft diese Theorie, aber vielleicht steckt etwas Wahrheit drin, sie stammt schließlich von einem Fernsehkoch.

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